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- 10.11.2010: EVOART Ein Zentrum für Bewusstsein und Kultur in Marokko, Wüstennähe
- 19.7.2010: Werte und Vision von 'EvoArt' - dem Gemeinschaftshaus in Marokko
- 9.8.2009: Coaching Line Basisworkshop
- 27.7.2009: Beziehung als spiritueller Weg
- 20.7.2009: Tanz um die Mitte
- 21.6.2009: Phänomenologie des Leidens (Morphologie)
- 21.6.2009: Die meisten Menschen sind mit wenig zufrieden
- 10.6.2009: Thema Wandel und Krise
- 6.6.2009: LIEBES-COACHING
- 20.5.2009: Sich öffnen oder doch lieber schützen?
Archiv der Kategorie Selbsterfahrung
Werte und Vision von ‘EvoArt’ - dem Gemeinschaftshaus in Marokko
19.7.2010 von admin.
Basis unserer Vision ist der gemeinschaftliche Einsatz für Bewusstseinsentwicklung auf jeder Entwicklungsstufe und das gemeinsame Wir auf dieser Welt. Jeder Interessierte kann hier in diesem konventionell ‘blue-roten’ Land an einem „inneren und äußeren Raum“ mitwirken, in dem persönliche als auch überpersönlich geistig-spirituelle Prozesse erforscht und mitgestaltet werden.
Durch bewusste Individuen, die bereits individuiert genug sind, Ihre eigenen Gedanken zu denken und Ihre Verantwortung fürs Ganze zu erkennen, kann ein neues Wir entstehen. Dabei verlieren wir auch nicht aus dem Auge, worin wir alle verbunden sind, und wodurch wie leben. Es wird ein Wir zwischen Stille und Aktivität geboren, dass das Eine in der Vielfalt anerkennt und beginnt eine neue Welt zu manifestieren.
Ökonomie
Wir wollen, soweit möglich, gemeinnützig wirtschaften – zum Wohl aller Beteiligten, der unmittelbaren Umgebung (inkl. Menschen, Tieren und Natur) und in Hinblick auf die Entwicklung von Bewusstsein und Kultur. Geld soll lebensfördernde Prozesse anregen, jeweils auf die nächst mögliche Entfaltungsebene der existierenden Struktur und nicht länger Macht- und Ausbeutungssysteme stärken.
Unsere Arbeit soll Ausdruck unserer tiefsten Absicht sein, wie sie oben im Text ausgesprochen wurde. Kreativität empfinde ich als absolut natürlich und sehe sie als sehr wichtig an, besonders auch in Bezug auf das Entstehen einer neuen Kultur und somit sind künstlerische Aktivitäten stets willkommen, ebenso wie soziale Projekte, die die Kraft des WIR mobilisieren - vor Ort und ortsunspezifisch.
Glauben
Zur Navigation dient uns die integrale Landkarte( nach Wilber) und die Absicht, uns integral zu informieren und zu entwickeln was auch bedeutet, dass unser Fokus die Evolution von Bewusstsein und der Kultur an sich ist. Ansonsten untersteht EvoArt keinem geistigen oder politischen Dogma.
Wir erkennen in dieser Vielfalt - jeder auf seine Weise - eine geistige Wirklichkeit an, die größer ist, als unsere ganz persönliche.
Dies alles wird besonders spannend sein in einer von der islamischen Tradition geprägten Umgebung. In wie weit werden die Menschen vor Ort sich einlassen können und in wie weit können wir sie erreichen? Werden wir eine gemeinsame Sprache finden? Können wir durch unseren Einfluss ein friedliches Hineinwachsen in die nächste Entwicklungsstufe, dort ins moderne-postmoderne, fördern, so dass kriegerische Auseinandersetzungen, die schlißelich uns alle bedrohen, überflüssig werden?
EvoArt agiert hier als Experiment, das vorhandene blaurote Meme, das traditionelle Weltbild tatsächlich im praktischen Kontext zu integrieren und dort konstruktive Impulse zu setzen. Wir sehen das als eine große und möglicherweise weitreichende Herausforderung an.
Kommunikationskultur…
steht ganz oben auf der Werteliste.
Wichtig sind in diesem Gemeinschaftshaus (als auch auf allen Veranstaltungen) Achtsamkeit, Authentizität, Ehrlichkeit, Gewaltlosigkeit und Verbindlichkeit. Wir wollen uns daran erinnern, dass die Art, wie etwas gesagt wird, etwas über das Bewusstsein aussagt, aus dem heraus gesprochen wird.
Wichtiger als zu wissen ist es, zuhören im Bemühen um Verständnis und konstruktive Weiterführung /Ergänzung des Gesagten. Nur so kann Neues entstehen.
In Achtung und Respekt vor der Schöpfung leben wir als Teil der Natur.
Zum Thema Lehrer und Führung
Wir erkennen die Fähigkeiten anderer an und wollen sie mit - einbringen. EvoArt soll Lehrern, Denkern, Rednern, Coaches, Forschern usw. aller Bereiche, die dem integral-evolutionären Gedanken nahe stehen, als Veranstaltungsort zur Verfügung stehen.
Angestrebt wird ein ’space’ in dem wir uns als Mensch unter Menschen sehen, unabhängig von Titel und Rang, in dem Wissen, das wir letztlich nicht voneinander getrennt sind.
Ein natürliches Gefüge kann entstehen, dass sich aus den Fähigkeiten der Einzelnen ergibt, und besonders auch von der Fähigkeit gespeist wird, wie jemand bewusster Ausdruck des Ganzen ist innerhalb seiner einzigartigen Individualität.
Wir werden uns hier der Verantwortung bewusst, die jeder für sich und für die die Gemeinschaft trägt. Voraussetzung dafür ist die Bereitschaft zur Selbstreflexion, Offenheit und Interesse für integrales Bewusstsein. Unser Wirken schlägt die Brücke zwischen Tradition und dem, was entstehen will.
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Coaching Line Basisworkshop
9.8.2009 von admin.
Workshops zum Thema “Anziehungskraft und Integrales Bewusstsein”: ab November in Wiesbaden, Hessen
Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.
(Mahatma Gandhi)
Inhalt der Workshops I -III:
•· Einführung in die Schattenarbeit und Arbeit mit meinem Selbstcoaching - Konzept, das die Besonderheiten in der eigenen Entwicklung anerkennt, als auch die Erfordernisse der Zeitqualität, und daraus dann geeignete Werkzeuge ableitet.
•· Einführung in die integrale Untersuchung
•· Das Zusammenwirken der verschiedenen Aspekte des integralen Weltbildes
Ziele:
1) Wie wir unsere Macht über unser inneres Glück zurückgewinnen. Dann können wir tiefer, auf zellularer Ebene relaxen und unserem Bewusstsein erlauben, sich auszudehnen.
2) Schauen, was möchte das Leben von uns, wo soll unser Beitrag sein und wie können wir dazu unser Potential bestmöglich entfalten. Wir arbeiten dabei mit dem AQAL-Modell und Spiral Dynamics nach Ken Wilber.
3) Ziel des ersten Workshops ist es, das ‚Sich-gut-fühlen’ als intensiven Glückszustand permanent aufrecht erhalten zu können. Dazu ist es erforderlich, emotionale Muster anzuschauen, die einem im Alltag immer wieder aus dem ‘Gut-fühlen’ heraus ziehen. Durch mein Selbstcoaching - Konzept erhalten Sie ein kraftvolles Werkzeug, mit dem Sie fast alle emotionalen Probleme in kurzer Zeit auflösen können. Diese Methode trägt auch dazu bei, dass Sie sich in Bezug auf Ihr Lebensglück sehr viel machtvoller fühlen und damit automatisch positivere Manifestation anziehen. Die emotionalen Probleme können in den meisten Fällen dauerhaft gelöst werden.
Kurzer Überblick in den Ablauf der ‘Forschungsarbeit’ und die Integrale Spirituelle Praxis, wie sie im Workshop vorgestellt werden:
Sie beschreiben Ihr anliegendes Thema, was Sie dazu befürchten, ahnen etc. - unzensiert und ‚frei nach Schnauze’ im 1-2-3 Schattenprozess.
Gemeinsam untersuchen wir das Erlebte auf seine archetypischen Gemeinsamkeiten und ganz persönlichen Erfahrungen, anhand derer Ihr persönliches Selbstcoaching - Set aufgestellt wird.
Dabei schauen wir uns emotionale Muster an, die uns immer wieder blockieren und werden jede Menge AHA-Erlebnisse haben. Das liegt u.a. daran, dass wir eine apersonale Perspektive (über das Ego hinausgehende) Perspektive einnehmen und damit einen umfangreicheren Überblick gewinnen.
In den darauffolgenden Workshops dehnen wir die gewonnenen Gemeinsamkeiten und Einblicke mit Hilfe des Spiral Dynamics Modells in jede Richtung und jeden Bereich aus. Es wird deutlich, wo jeder innerhalb seines integralen Entwicklungspotentials steht und wo es lang gehen kann.
Auszüge Coachingtools:
•Mit Ängsten und Zweifeln umgehen
•Wir lernen, an uns selbst glauben
•Wie finde ich heraus, was ich will? Wie setze ich “wirkliche Ziele”?
•Vorsätze umsetzen und durchziehen
•Eine apersonale Perspektive einnehmen können
Was ist Integrale Lebenspraxis?
Integrale Lebenspraxis versteht man am besten als einen Klarheit verschaffenden und sehr effizienten Weg, sich alle Möglichkeiten der eigenen (evolutionären) Entwicklung anzuschauen und gezielt zu entwickeln.
An einem bestimmte Punkt in unserem Leben, fangen viele von uns an, sich entwickeln zu wollen. Wir wollen dann einfach klarer sehen, mehr mitkriegen, uns mehr dem Leben öffnen und uns dem Ganzen vollständiger zeigen und einbringen können. Wir wollen mehr von dem sein und verkörpern, was wir sein könnten bzw. das Potential dazu in uns spüren. Den Moment voller und bewusster erfahren und genießen können, ohne getrieben zu sein. Sich verantwortlicher zeigen, dem gegenüber, was um uns herum und mit den Menschen dieser Welt passiert und schließlich auch einfach mehr Liebe erfahren können, im täglichen Miteinander, im Austausch. Also beginnen wir auf verschiedene Art und Weise, persönliche Perfektion zu entwickeln und präsenter zu werden. Die Integrale Lebenspraxis, das was ich hier durch meine Coachings, Workshops und Tipps teilen möchte, erscheint mir als ein äußerst intelligenter, umfassender und ‘zeitgemäßer’ Ansatz, diese universellen, großen Angelegenheiten zu verstehen und durch eine Lebenspraxis ins tägliche Dasein zu integrieren. Wir können nämlich die schönsten Höhepunkte und subtilsten Erlebnisse haben, wenn wir sie nicht durch eine Praxis verankern, verschwinden sie so schnell wieder, wie sie aufgetaucht waren und werden keine permanent erfahrbare Ebene für uns. Ein grundlegendes Merkmal der ILP ist das bereichsübergreifende Denken, das über die einzelnen Wissens- und Fachbereiche hinaus denkt und vor allem auch Verbindungen zwischen den Expertengebieten sieht und bewusst herstellt. Auch Parallelen können uns etwas aufzeigen.
Dieses Denken beruht auf der Einsicht, dass jemand, der meditiert und gleichzeitig (Kraft)sport betreibt, in seiner Meditation schneller reift, als derjenige, der dies nicht tut, denn jeder Mensch ist holistisch ‚aufgebaut’ und energetisch mit allem verbunden.
Wer sich durch Schattenarbeit regelmäßig um seine verdrängten Aspekte kümmert, wird ich selbst nicht so stark durch seine eigenen ‘Blindspots’ blockieren und in seiner Meditation weiter gehen können. Genauso werden wir, wenn wir unsere geistigen Aspekte fördern, in unserer spirituellen Entwicklung besser vorankommen. Mit geistig meine ich hier Denken im Sinne von Kognition.
Ein weiteres, wesentliches Merkmal der ILP ist das der Praxis an sich. Nachhaltige Transformation, also eine, die nicht im Stress der Arbeitswoche gleich wieder abhanden kommt, bedarf eine regelmäßigen Praxis, einer die sozusagen in Fleisch und Blut übergeht. Diese ist nicht rigide oder an eine bestimmte Tradition gebunden. Es geht vielmehr um eine Art ‚Bündel’ von Wachstum fördernden Verhaltenscodices, die wir uns zusammenstellen und immer weiter führen.
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Beziehung als spiritueller Weg
27.7.2009 von admin.
A Außer dem Verliebt-Sein gibt es kaum eine Erfahrung, die sich so lebendig anfühlt, und zur gleichen Zeit so konfus ist und ‘als ob ich außerhalb meiner selbst stehe’.“ (Quote eines Schülers von John Delwood)Jahrhunderte von Ungleichgewicht zwischen Mann und Frau haben in der menschlichen Psyche tiefe Wunden hinterlassen. Innerlich erfahren wir sie als einen Bruch zwischen Herz und Verstand, denken und fühlen und äußerlich als den ewigen Kampf um Macht.
Welche neuen Wege können wir und hoffentlich viele von uns kollektiv finden, jenseits dieser Hoffnung auf ewiges Glück oder der überholten Verpflichtung einer Ehe?
Wenn auftauchende Schwierigkeiten nicht mehr als unerwünschte Störung gesehen werden, sondern als ein Teil des ’spirituellen Pfades der Liebe’, kann Licht in die dunklen, die unbewussten Teile unseres Wesens dringen und bisher verborgene Ressourcen aktivieren. Sie erreichen uns als Geduld, Großzügigkeit, Herzlichkeit und Mut und geben uns einen tieferen Einblick darin, wer wir sind.
Diese Verwandlung hin zu mehr Sein statt Schein entwickelt sich so ähnlich wie die homeopathischer Medizin wirkt: zunächst verstärkt sie die subtilen Symptome, intensiviert sie und damit kann erst die Heilung im Körper beginnen.
Wenn es schwierig wird in einer Beziehung, können wir damit herum kämpfen, an Wünschen und Phantasien festzuhalten, an schon überlebten Formeln, selbst wenn sie uns weder eine Richtung weisen noch mit der Realität übereinstimmen.
Oder wir können stattdessen lernen, die Schwierigkeiten als Chance zu nutzen – zum Erwachen, dazu, feinere menschliche Qualitäten, wie Bewusstsein, Mitgefühl, Humor, Weisheit und eine angstfreie Ausrichtung zur Wahrheit hin in unser Leben zu rufen. Wenn wir diesen Weg wählen, werden unsere Beziehungen zu dem Pfad, der die Beziehung zu uns selbst vertieft.
Damit eine Beziehung farbenfroh gedeihen kann, müssen wir sie zunächst auf eine neue Art und Weise sehen – als eine Anreihung von Gelegenheiten, um menschlicher zu werden und all jene genannten Qualitäten zu entwickeln.
Die essentiellen Fragen, die sich innerhalb einer echten Beziehung ergeben, können zunächst irritierend sein. Es ist lohnend, sie nicht beiseite zu schieben und sie stattdessen auf sich wirken zu lassen, ohne gleich mit einer Antwort aufzuwarten. Dieses ‘damit-Sein’ (mit der schwierigen Frage)stimuliert unsere kreativen Kräfte und damit umfassende Heilung. Das ‚ich weiß nicht’ zu würdigen, ist ein weiterer, entscheidender Schritt auf dem Weg der Liebe und kann uns helfen, neue Ressourcen zu erschließen. Natürlich bringt uns diese Unsicherheit obendrein auch noch in die beängstigende Lage, das Unbekannte konfrontieren zu müssen.
Liebesbeziehungen sind nun mal nicht sicher. Früher gab es nur keine LIEBESbeziehungen. Sie demaskieren uns und liefern uns dem Leben auf stirb und gedeih’ aus – einfach durch den Kontakt mit der uns fremden Seite, dem Anderen. Wir werden nicht sehr weit kommen, in keiner Beziehung, außer wenn wir uns trauen, das Unbekannte zu untersuchen, in uns selbst, als auch im anderen.
Wir haben gelernt, daran zu glauben, dass wir mit der einen großen Liebe, ewiges Glück und Sicherheit bekommen werden. Diese Überzeugung hat dazu geführt, dass wir annehmen, unsere Beziehungen entwickeln sich auf vorhersehbarer Art und Weise, ohne großartige Anstrengung und Aufmerksamkeit.
Wie mit dem Pauschalpaket der Urlaubsreise, versagen wir uns mit dieser Annahme aber die Freude, die dann aufkommt, wenn wir neue Entdeckungen machen. Dieser ‚erlernte’ Traum von Liebe trennt uns letztlich vom eigentlich ersehnten, wirklichen Weg der Liebe.
Unsere Beziehungen können sich in Richtung Schläfrigkeit oder zu mehr Erwachen hin bewegen. Es ist an uns, eine Wahl zu treffen. Wahl Nummer eins bedeutet die Beziehung als Stütze zu benutzen, eigene Unsicherheiten zu stopfen, uns zu beweisen, das wir wertvoll sind, akzeptabel, liebenswert etc.
Daran zweifelnd, dass wir grundsätzlich etwas taugen, suchen wir in dieser Form nach Genugtuung und Trost und verstärken damit Gewohnheitsmuster wie Furcht oder Selbstzweifel.
Die zweite Wahl treffen jene, die Intimität als einen spirituellen Weg sehen, dahin lebendiger zu werden und ihn dazu nutzen, das Beste in uns zu erwecken. Hier suchen wir nicht mehr nach einem Zuhause, sondern heißen eine Kraft willkommen, die uns ordentlich durchschütteln könnte und uns auf die Bereiche des Lebens aufmerksam macht, in denen wir den direkten Kontakt mit dem Leben vermeiden.
Die praktische Übung auf dem spirituellen Weg der Liebe heißt: 24 h am Tag jede Schwierigkeit dazu nutzen, tiefer zu gehen, sich tiefer auf sich selbst einzulassen und auf das Mysterium des Lebens, auch auf den fast unerträglichen Schmerz, der vielleicht ausgelöst wurde.
(Liv A. Koll, inspiriert durch Journey of the Heart by John Delwood)
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Tanz um die Mitte
20.7.2009 von admin.
Im Mittelalter begann das christliche Europa das Erotische vom Göttlichen zu trennen. Diese Spaltung sitzt uns noch tief in den Gliedern und ist meiner Meinung nach Mitschuld an der für uns so typischen ‚Körperpanzerung’. Wir sind einfach nicht voll und lustvoll in unserem Körper. Vielen tut er sogar permanent weh. Andere sind ungelenk und nach einem Tanz-oder Körperarbeits-)Workshop ganz erstaunt, wie viel ‚Dehnung’ noch möglich sein könnte und wie ungewohnt sich das anfühlt, sich wahrzunehmen.
Für mich ist Tanzen etwas lustvolles, erotischen und heiliges(im Sinne von heilend und dem Geist zugeordnet) und mein inneres Wissen sagt mir, dass es auch Zeiten gab, in denen man in Tempeln und Kirchen tanzte, als Preisung der Schöpfung und ‚in Kommunion gehen’ mit dem Schöpfer.
Erotisch ist das Tanzen für mich, weil es die direkte körperliche Bewegung ist, die meine Befindlichkeit, meine Lust und Sehnsucht umsetzen darf, stets zwischen den Extremen auf und ab schwillt. Schnelligkeit und Stille, Leichtigkeit und Schwere, Erwartung und Erfüllung, Begierde und Abneigung etc.
Der Tanz hat aber auch etwas Heiliges, weil er nicht einzufangen, aufzuheben oder festzumachen ist, er ist wie ein Windhauch und hinterlässt keine Spuren. Eben noch auf seinem Höhepunkt, jetzt schon wieder verloschen, hinterlässt er keinen Beweis und nichts zum Vorzeigen. Darin verkörpert er das Entstehen und Vergehen der Schöpfung, ausgedrückt durch die indische Gottheit Shiva Nataraja, der das rhythmische Geschehen in der Welt verkörpert. Er weiß vom zyklischen Auf und Ab der Welt und wenn unsere Wirtschaftsbonsen sich davon ein Stück Weisheit abschneiden könnten, wäre der Angstmache ein gutes Stück Boden entzogen. Das lineare Verständnis von Entwicklungen ist einfach nicht im Einklang mit der größeren, umfassenderen Realität.
Mit den Gegensätzen zu tanzen, ganz konkret im täglichen Leben, wenn immer ich es mir erlaube oder nicht frei fließe, ist für mich die lustvollste Möglichkeit, wieder in meine Mitte zu kommen. Tanzend nähere ich mich dem Leiden an, dem Glück, der Liebe, suche Sicherheit…aber ach, die gibt es nicht, also tanze ich meine Unsicherheit, dabei verwandelt sie sich und wird auf einmal zu Wut und darin steckt Stärke. Plötzlich bin ich im Stakkato und stapfe mehr als ich tanze, um dann wieder von einer sanften Welle erfasst zu werden, die mich wiegt und auf den Boden zwingt. Irgendwann wachsen mir Flügel und die Melodien ziehen mich immer höher empor, ich fliege mit ihnen in die entferntesten Winkel dieses Universums.
Wenn der Tanz irgendwann langsam verebbt… ist die Stille da. Und umso intensiver und totaler ich zwischen den Gegensätzen herumgewirbelt bin, umso größer, wohliger und wonniger ist sie. Fragen habe ich dann keine mehr und Probleme auch nicht.
(Liv A. Koll)
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Thema Wandel und Krise
10.6.2009 von admin.
Jene, die von der Finanz- und Wirtschaftskrise noch nicht direkt betroffen sind, sind dennoch mit der Krise konfrontiert, zumindest über die News und Neuigkeiten, die immer schlechter ‚reinkommen’. Vielleicht auch über das Schicksal anderer Menschen oder es hat direkt im weiterläufigen Familienkreis schon eingeschlagen. Ungewissheit zieht sich über unser Denken wie ein Schleier. Es sieht einfach nicht gut aus. Manche Menschen ahnen aber, dass diese Ereignisse im Außen Spiegel innerer Prozesse sind, die unserer Sinneswahrnehmung nicht so leicht zugänglich sind. Diese inneren Prozesse sind Ursache und gleichzeitig immer noch Treibstoff für das, was scheinbar unversehens nun auch über die westliche Welt gekommen ist und die meisten von uns wie einen Schlag trifft. In Ostdeutschland, während DDR-Zeiten, wussten die meisten DDR Bürger zumindest, dass man ihnen etwas vormacht, das alles ‘irgendwie nicht stimmt’. Nun aber sind die ‚fetten Wessies’ dran zu erkennen, das man ihnen auch die falschen Werte und Ideen eingeimpft hat, von denen sie sich nun nur ganz schwer trennen können. Es tut weh. Schließlich haben wir über 50 Jahre daran geglaubt, wie toll es ist, Profit und Gewinn zu machen und zu konsumieren wie verrückt. Das schien Freiheit zu sein und man konnte sich behaupten. Ja, das Ego ist dabei stark geworden…was aber ist aus dem Gefühl für Gemeinschaft, Sicherheit und Menschenwürde geworden? Wer hat überhaupt noch Zeit, bei sich selbst zu sein und seinen Mitmenschen Zeit zu widmen? Die meisten rennen wie wild von durch die Gegend, sind immer nur ‚busy’ und am Geld verdienen. Wo ist der Zusammenhalt? Es gibt auch kaum noch Ehen, die halten. jeder ist vorrangig ein Ego, ein Einzelner unter vielen Vereinzelten – das ist der Eindruck vieler Menschen in unserer Zeit. Und wo ist überhaupt die Zukunft? Kaum jemand kann sich eine vorstellen. Wie es immer 2 Seiten einer Medaille gibt und immer zum Yin auch ein Yang gehört, sollten wir bei diesen Betrachtungen, Beschwerden und großen Fragen nicht aus den Augen verlieren, dass auch eine ungeheuere Chance in diesem Geschehen liegt.
Es ist an uns, die Chance so gut wie möglich als Einzelner und als Kollektiv zu nutzen. Aus der integralen Perspektive geschieht Entwicklung durch das Streben nach mehr Bewusstheit, symbolisch-esoterisch auch ‚das Licht’ genannt. Im Laufe unserer Menschheitsgeschichte haben unendlich viele dieser ‚Illusionen’ das ‚Licht der Bewusstheit’ getrübt. Und zwar als Gefühle und Gedanken, die derart sind, dass sie uns überzeugend vom Licht und der Wahrheit abschirmen. Jene Gedanken des Mehr-Haben-Wollens zum Beispiel und viele andere. Wenn im Laufe der Zeit Teile dieser Illusion aufgelöst werden, so sind diese Vorgänge auch mit einer gewissen Unordnung verbunden, mit einem ungewissen Chaos. Das Alte greift nicht mehr und das Neue ist noch nicht entstanden. Aus dieser Perspektive heraus, kann die sich entwickelnde, weltweite Krisensituation als ein Prozess gesehen werden, der der Beseitigung einiger und kollektiver Illusionen in unserem Denken und Handeln dient und uns in eine realere Welt zurückzuführen vermag, von der sich die Spaß- und Konsumgesellschaft so meilenweit entfernt hat. Aus der Ökonomie erinnern wir uns schwach daran, dass der Preis einer ‚Ware’ ihren Gebrauchswert und ihren Tauschwert widerspiegeln sollte. Letzterer entsteht durch Angebot und Nachfrage. Sein Maß ist die notwendige Arbeitszeit, die im Durchschnitt für die Herstellung eben dieser Ware aufgebracht werden muss. Wenn der Preis nicht mehr diese durchschnittliche Arbeitszeit widerspiegelt, werden irgendwann korrigierende Wirtschaftsprozesse einsetzen. Im Auf und Ab dieser zyklischen Prozesse und Preisentwicklungen werde der „eigentliche“ Preis erkennbar. Die Aktienbewertungen aber, die Rohölpreise, Hauseigentum usw.., sind überhaupt nicht mehr an der notwendigen Arbeitszeit ausgerichtet. Sie waren und sind fiktive Preise fehlgeleiteter Spekulationen, also die manifestierte Illusion. Millionen von Menschen leben im Internet in sogenannten Communities wie „Second Life“, die hundertprozentige Scheinwelten sind. Sie leben in selbstgeschaffenen, illusionären Verhältnissen und schreiben ihnen Realitätscharakter zu. Unsere reale Welt ist bereits eine illusionäre Welt, wie wir gesehen haben, und daher bezeichne ich hier die Internetwelten als Scheinwelten der 2ten Ebene. Schauen wir genau hin, sehen wir uns aus Scheinwelten der ersten Ebene in Scheinwelten der zweiten Ebene flüchten! Ein Davonkommen ist aber nicht durch die Erschaffung weiterer Illusionsebenen möglich, sondern nur durch ein kompromissloses Bemühen nach Wahrheit und Echtheit.
Dieses Bemühen beinhaltet meiner Meinung nach, ein willentliches Auflösen alle jener Illusionen in uns und in der Gesellschaft, die uns irgendwie zugänglich sind.
Liv A. Koll
>>>Workshops auf der wunderbaren Insel Ibiza: http://erste-onlineberatung.de/15.html
nächster Termin: 13.-17.7.09
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Sich öffnen oder doch lieber schützen?
20.5.2009 von admin.
In den Upanishaden heißt es: „Wo immer Liebe ist, dort ist auch Angst“.
Sich einem anderen zu öffnen, erzeugt immer auch Angst, wir stehen dem Unbekannten gegenüber, fühlen uns unsicher, wissen nicht, was als nächstes zu tun ist. Mich öffnen? Mich schützen? Ein bisschen vielleicht von jedem? Was wird mit mir passieren, wenn ich nicht an alten Strategien festhalte?
Diese Fragen bleiben bestehen, egal wie lange wir nun schon miteinander involviert sind.
Es ist tatsächlich so, dass je mehr wir uns jemandem öffnen, uns ganz dieser Person hingeben, da auch immer die mögliche Verwüstung lauert, die dem folgen könnte. Spätestens mit dem Tod müssen wir die Person doch eh loslassen…also was ist zu tun? Lieber nicht ganz so doll lieben? Vielleicht lieber abhauen und in Isolation leben? Keine dieser Antworten befriedigt wirklich - sie ziehen uns nur von diesem exquisiten Moment weg, in welchem wir uns so intensiv durchdrungen fühlen von unserer Liebe und unserer Verletzlichkeit, weil wir nicht wissen, wo das alles hinführen wird. Das macht uns wach und lebendig.
Sich jemandem zu öffnen, stellt immer unsere innere Balance auf die Probe und wühlt die Teile in uns auf, mit denen wir lange nicht in Kontakt waren. Wir können nur erfahren, wie es weitergehen kann, wenn wir uns trauen, diese beiden Seiten zu fühlen und anzuerkennen. Wir können lernen diesen Moment zu nutzen, in welchem wir gerade in ein Extrem fallen, *mich öffnen oder verschließen*, um aufzuwachen; zu sehen, wo wir stehen und eine neue Balance zu finden. Zum Beispiel: wenn mein Partner und ich uns plötzlich nicht mehr verbunden fühlen, können wir dieses Gefühl dazu nutzen, zu untersuchen, was zwischen uns vor sich geht und das kann uns helfen, uns wieder zu verbinden, oft auf viel erfüllendere Weise als vorher.
Liv A. Koll www.erste-onlineberatung.de/3.html.
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Roman Auszug
17.5.2009 von admin.
VII…Der Aufstieg zur Königin Die Japaner reden wohl noch, aber auch das hört sie nicht mehr. Sie sind einfach verblasst, etwas anderes ist an deren Stelle getreten. Aus einem OK - es kann ja nicht so schlimm sein - wird ein Einlassen, irgendetwas fängt an, durch sie hindurch zu strömen, ohne sich länger irgendwo aufzuhalten. Beendet ist vorerst der ewige Kampf um den richtigen Ort. Seit dem sie hier im Osten ist, reiste sie ständig von einem Ort zum anderen. Und endlich merkt sie - kein Einfluss stört wirklich, wenn sie ihn nicht beurteilt. Der Vorherrschende fängt sogar an, irgendwie witzig zu sein und erscheint nun ganz einmalig. Mia erlebt Realität direkt, reines Leben, weder erwünscht noch verabscheut. Dann schweift ihre Aufmerksamkeit wieder auf das Geschehen und schon ist es wieder da, bei ihr in der Hängematte, aber es ist nicht mehr fremd, keine Bedrohung geht mehr aus von dieser Realitätsebene, die die Menschen da draußen vorstellen. Soviel Freude wie in der höher vibrierenden, gerade eben geschauten Welt, geht von ihr allerdings längst nicht aus und so lässt sie die Menschen langsam wieder mit dem ‘OK’ verschwinden, mögen interessantere Aspekte ihrer selbst aus den Quellen der Ewigkeit empor sprudeln. Aspekte jenseits der geschäftigen Gedanken um Weihnachten und das bevorstehende Essen und Scherze über Dinge, die sich eben so eingebürgert haben. Ja, jenseits dieser Argumentation ist ihr Zuhause. Bald wird Weihnachten sein und es hängen schon Geschenkpakete an den Palmen. Was das wohl soll, denkt sie, als sie zum Reaggy - Lokal wandert, abends an diesem ungewöhnlichen Tag, an dem die Vergeblichkeit irdischer Bemühungen so deutlich geworden war. Sie schlubbert durchs flache Wasser. Da liegt es schwarz in der Nacht und dröhnt jetzt noch lauter. Ist sie überhaupt irgendwo hingegangen, fragt sie sich? Angekommen auf jeden Fall nirgends, soviel steht schon mal fest. Schließlich schlich das Geschehen in der Reaggy - Kneipe letztes Jahr auch schon so seicht dahin, nur bunter war’s – zumindest äußerlich. Da waren noch jene Leuten, denen sie an dem Platz mit den vielen therapeutischen Gruppen begegnet ist, als sie alle rötlich-braune Roben trugen und verzaubert den Worten des Gurus mit dem langen grauen Bart, den braunen Kulleraugen und den prächtig anzusehenden Roben lauschten. Jene Leute wissen sich zu erfreuen am kosmischen Spiel, so beweisen sie auch heute hier singend in der Reaggy - Kneipe. Der Fremde, der gegenüber sitzt und offensichtlich kein Therapierter ist, lässt mit seinen Worten immer wieder Augenblicke auferstehen, in denen er naiv eine Herausforderung bestanden hatte, über die er dann nachträglich lachen kann. Lachen über sich selbst, soviel Glück gehabt zu haben, mal wieder. Der verwegenen Hobbyfotographen gegenüber am Tisch, spricht von tausendundeiner Story, stets ganz von ihr eingenommen und verpasst dabei diesen Moment. Mia kostet ihn mit großen Augen aus. Im weiter hinten liegendem Teil der sichtbaren Welt, versilbert der Mond das ruhig sich schlängelnde Meer, dass da säuselt von der Ewigkeit, Märchen erzählt und dabei keinen Unterschied macht, ob gewichtig, mit Schicksalsschlag oder eher leichtverdaulich, von Feen besiedelt und dem Guten, das stets siegt. Aber das gehört ja nicht mehr der sichtbaren Welt an und führt hier vielleicht zu weit…(Co EOB)
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eine Krise in Glück umwandeln
15.5.2009 von admin.
Es ist für mich immer wieder erstaunlich, was Menschen alles ertragen, nur damit sie Ihre eingefahrenen Gleise nicht verlassen müssen. Die Angst vor Veränderung scheint eine der größten zu sein und auch jene Angst, die dann aufkommt, wenn die eigentlich eh sehr wackelige Sicherheit auf dem Spiel steht. Und ich kann mich davon leider noch nicht einmal völlig distanzieren. Bei mir sehe ich dies natürlich weniger deutlich und vor allem gern, wie bei meinen Klienten. Denen rate ich, sich von einem “Energievampier” zu trennen, gleichzeitig habe ich solche nicht vollständig aus meinem Umfeld entfernt. Andere schleppen sich jeden Tag in ein Büro, dessen Umfeld energetisch vergiftet ist. Es ist immer das gleiche Prinzip – bei den anderen sehen wir relativ klar, wo was falsch läuft, bei uns selber ist das nicht ganz so einfach. Allein schon deshalb tauschen sich auch Berater gern mal untereinander aus. Wer auch immer wir sein mögen, wir alle haben unsere guten Gründe, warum wir in einer Situation verharren. Manche dieser guten Gründe bestehen aus blockierten oder erschwerten Lebensumständen, die wir uns in einem langen, meist unbewussten Prozess so geschaffen haben und die wir nicht von heut auf morgen einfach umpusten können. Viel hängt daran, unter anderem auch Angehörige. Genauso oft aber finde ich “nur” eine bestimmte oder unbestimmte Angst - vor Veränderung, vor dem Unbekannten, Arbeitslosigkeit, Mangel, Einsamkeit und natürlich davor, es einfach nicht zu schaffen. Dahinter steht dann die Angst als Versager dazustehen und von den Menschen verachtet zu sein. Hier kommt der Nutzen sogenannter ‚Krisen’ herein, wie zum Beispiel eine Trennung, ein Verlust und das Scheitern eines Projekts. Manchmal ist es genau so ein Hammer, der uns anschreit: “irgendetwas stimmt hier nicht…warum passiert mir das?”. Krisen lassen uns Fragen stellen und nach Antworten suchen, indem sie den Druck erhöhen, etwas in uns zu verändern. Sie lassen uns Bequemlichkeit und Sicherheitsdenken in Frage stellen und haben daher einen echt evolutionären Charakter nach dem Motto: ändere Dich oder es ist aus! Ein Prozess der uns zu uns selber und dem eigentlich Wichtigen im Leben führt. Wir denken über unser Leben wieder intensiver nach, so dass es durch und durch geht und nicht nur Hirnakrobatik bleibt und werden uns über unsere Prioritäten klarer. Von Menschen, die in ihrem Leben durchgreifende Veränderungen erlebt haben, höre ich oft: “Und dann bin ich schwer krank geworden. Jetzt erst erkenne ich, dass es das Beste war, was mir passieren konnte.” Oder: “Und dann hat mich mein Liebester sitzen lassen und das war schmerzlich. Aber dadurch war ich gezwungen, mein Leben neu zu organisieren und darüber bin ich im Nachhinein sehr froh, denn ich habe meine Berufung gefunden.” Eine Krise ist meistens ein Weckruf, dem wir gut lauschen sollten und die einmalige Chance nutzen, die er bietet. Diffuse psychosomatische Krankheiten wie Migräne, starke Stimmungsschwankungen, Traurigkeit, das Gefühl von Sinnlosigkeit und nervige Verspannungen haben wir als erste Boten bisher lieber ignoriert, leider … sie waren die netten Signale darüber, dass etwas in unserem Leben im Ungleichgewicht ist.Ihre Symptome wurden zwar bekämpft, aber das half nichts. Es bringt natürlich keine bleibende Veränderung, an den Symptomen herumzudoktern. Das will uns die Krise ganz klar und unvermeidbar zeigen. Wie wäre es, mit einem ganz neuen Ansatz, wenn Sie sich irgendwann einmal wieder einer Krise gegenübersehen?
Nehmen Sie sie freudig an, wie einen alten lang vermissten Freund, dessen Gabe es ist, Sie in das Mysterium des Lebens einzuführen. Möglicherweise verwirrt oder ängstigt sie dieses Mysterium auf Anhieb. Es ist aber ihr guter alter Freund, der es Ihnen anvertraut. Vertrauen auch Sie ihm. Er ist ein Gesandter in besonderem, kosmischem Auftrag. Ihre Krise hat eine Berechtigung und kann dazu führen etwas Neues, Besseres in Ihrem Leben zu bewirken. Lassen Sie es ein, springen Sie über den inneren Schweinehund, der auf die Bremse drückt.Wir begeleiten Sie durch die Krise. http://erste-onlineberatung.de/2.html
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Wenn der ‘Schmerzkörper’ auftaucht - Beziehungscoaching
11.5.2009 von admin.
Wenn die Energie von Liebe, Freude, Präsenz und Öffnung gegenüber allen Wesen, aus welchen Gründen auch immer, einmal nicht aufrecht gehalten werden kann, entstehen oft unschöne Situationen, in denen einiges schiefgeht, besonders zwischenmenschlich. Dieser Mangel an Bewusstsein zeigt sich in Form von Angst, Hass, Wut, einer defensiven Haltung, Depression, ‚verurteilen’ etc. und kommt auch bei jenen irgendwann durch, die ein ‚erleuchtetes Ego’ vor sich hertragen. Die größten Herausforderungen an unsere Fähigkeit ‚bewusst zu sein’ kommen über unsere intimen Beziehungen. Zum Beispiel: Eine Frau könnte mit der Herausforderung konfrontiert sein, einen unsensiblen Partner zu haben, der ‚ausgespaced’ ist, also nur im Kopf lebt.Sie fühlt sich durch seine Unfähigkeit, ihr zuzuhören, ihr Aufmerksamkeit und ihr einen ‚Raum zu sein’ zu schenken, bedroht. Das kommt daher, dass er nicht präsent ist. Der Mangel an Liebe in der Beziehung ist gewöhnlich für die Frau auffälliger als für den Mann und lässt ihren ‚Schmerzkörper’ erscheinen, der dann auf den Mann losgeht, ihn beschuldigt, ihn kritisiert, ihn sehen machen will, dass etwas nicht stimmt usw.Das wird dann plötzlich eine Herausforderung für ihn. Um sich vor der Attacke ihres ‚Schmerzkörpers’ zu schützen, den er als völlig ungerechtfertigt betrachtet, verhakt er sich noch einmal stärker in seine mentalen Positionen, indem er sich rechtfertigt, verteidigt oder in die Gegenattacke übergeht. Schließlich kann das seinen eigenen Schmerzkörper aktivieren. Wenn beide davon dominiert sind, ist eine tiefe Ebene von Unbewusstheit, emotionaler Gewalt und wilder Angriffe erreicht. Es wird nicht eher aufhören, bis beide Schmerzkörper ‚versorgt’ sind und in einen latenten Zustand zurückkehren. Bis zur nächsten Runde. Egal ob mit dem selben oder mit einem neuen Partner. Jede An- oder Bedrohung ist eine echte Chance auf Freiheit. In jeder Etappe dieser unproduktiven Entwicklung ist möglich, sich ein Stück weiter aus der Unbewusstheit zu befreien.
Zum Beispiel kann die Feindseeligkeit der Frau ein Signal für ihn sein, aus der Identifikation mit dem Verstand herauszukommen, wieder präsent zu werden, statt sich noch mehr mit dem Verstand zu identifizieren und seine Position zu verhärten. Statt der Schmerzkörper zu sein, könnte die Frau ‚Gewahrsein’ werden, das den emotionalen Schmerz beobachtet und damit der Kraft des Jetzt zugänglich ist, in welcher der Schmerz sich verwandeln darf. Auf diese Weise entsteht keine zwanghafte und automatische Projektion ihrer selbst nach außen. Sie kann dann ihre Gefühle ausdrücken. Es gibt zwar keine Garantie dafür, dass er zuhören wird, aber sie gibt ihm eine einmalige Chance, präsent zu werden und nicht weiterhin unfreiwillig zu agieren, aus einer alten Gewohnheit heraus. Die Befreiung aus einem negativen Kreislauf ist möglich. Wenn die Frau diese Möglichkeit nicht nutzen kann, liegt eine weitere Chance darin, dass der Mann seine eigene emotionale Reaktion auf ihren Schmerz beobachtet und seine eigene Abwehrhaltung, anstatt ‚zur Reaktion zu werden’. Er kann möglicherweise beobachten, wie sein eigener Schmerzkörper erwacht und bringt so Bewusstheit in seine Emotionen. Auf diese Art und Weise kommt ein klarer und friedlicher Raum auf. Er ist bewusst, er ist Zeuge, der, der sieht. Dieses Gewahrsein verneint den Schmerz nicht, sondern lässt ihn da sein und dadurch darf er sich schon im selben Augenblick transformieren. Er akzeptiert alles und lässt es zu, das es sich verändert, wohin auch immer. Er öffnet damit eine Tür für sie durch die sie sich leicht wieder mit ihm verbinden kann.
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