Archive für Mai 2009

Sich öffnen oder doch lieber schützen?

In den Upanishaden heißt es: „Wo immer Liebe ist, dort ist auch Angst“.

Sich einem anderen zu öffnen, erzeugt immer auch Angst, wir stehen dem Unbekannten gegenüber, fühlen uns unsicher, wissen nicht, was als nächstes zu tun ist. Mich öffnen? Mich schützen? Ein bisschen vielleicht von jedem? Was wird mit mir passieren, wenn ich nicht an alten Strategien festhalte?

Diese Fragen bleiben bestehen, egal wie lange wir nun schon miteinander involviert sind.

Es ist tatsächlich so, dass je mehr wir uns jemandem öffnen, uns ganz dieser Person hingeben, da auch immer die mögliche Verwüstung lauert, die dem folgen könnte. Spätestens mit dem Tod müssen wir die Person doch eh loslassen…also was ist zu tun? Lieber nicht ganz so doll lieben? Vielleicht lieber abhauen und in Isolation leben? Keine dieser Antworten befriedigt wirklich - sie ziehen uns nur von diesem exquisiten Moment weg, in welchem wir uns so intensiv durchdrungen fühlen von unserer Liebe und unserer Verletzlichkeit, weil wir nicht wissen, wo das alles hinführen wird. Das macht uns wach und lebendig.

Sich jemandem zu öffnen, stellt immer unsere innere Balance auf die Probe und wühlt die Teile in uns auf, mit denen wir lange nicht in Kontakt waren. Wir können nur erfahren, wie es weitergehen kann, wenn wir uns trauen, diese beiden Seiten zu fühlen und anzuerkennen. Wir können lernen diesen Moment zu nutzen, in welchem wir gerade in ein Extrem fallen, *mich öffnen oder verschließen*, um aufzuwachen; zu sehen, wo wir stehen und eine neue Balance zu finden. Zum Beispiel: wenn mein Partner und ich uns plötzlich nicht mehr verbunden fühlen, können wir dieses Gefühl dazu nutzen, zu untersuchen, was zwischen uns vor sich geht und das kann uns helfen, uns wieder zu verbinden, oft auf viel erfüllendere Weise als vorher.

Liv A. Koll www.erste-onlineberatung.de/3.html.

Aladin und die Wunderlampe

ar einmal… in einem orientalischen Lande… da lebte eines Schneiders Witwe und ihr Sohn, der Aladin, in kriesenhafter Armut. Man munkelt, der Schneider sei gestorben vor lauter Gram über seinen Sohn, einen Tu-nicht-gut, der seine Tage nur in Müßiggang verbrachte und die Früchte des Wohlstands ignorant missachtete.
Seit dem Todestage waren schon Monate vergangen, da kam ein sonderbarer Fremder des Weges und wähnte sich des Schneiders Bruder zu sein. Er beschenkte Aladin und seine Mutter reich, so dass schon bald kein Zweifel mehr sich regte in den beiden bezüglich des Mannes Herkunft.Eines schönen Tages führte dieser den Aladin an eine Höhle, etwas entfernt der Stadt, deren Eingang zu eng für den Bruder seines Vaters war, und bat ihn drum, für ihn einen Gegenstand dort aus den Tiefen der Kammern herausholen. Er gab ihm für dieses Unterfangen einen Ring mit magischen Kräften, den er drehen sollte, damit der Felsen, der den Eingang versperrte, sich hinfort bewegte.
Aladin tat, wie ihm geheißen und betrat die Grotte. Er ging durch lange Korridore und erreichte Kammern schließlich, voll von glänzendem Metall, wie er es noch nie gesehen und buntem Glas, von einem Glanze, dass bisher sein Auge noch erblicket. Er nahm sich davon mit zum Spielen, soviel, wie Platz fand in seinen Taschen. Nachdem er aufgespürt den Ring und die alte Lampe, wie ihm aufgetragen, trat er schleunigst den Rückweg an und fand seinen Schwager ungeduldig schon vor dem Eingang spähend und vernahm: „Gib mir die alte Lampe!“ Aladin wunderte sich und sprach: “Helft mir doch zuerst heraus!” Und wieder kreischte es entzürnt: “Gib mir zuerst die Lampe!” Aladin gab aber nicht nach, erkannte er seinen Gefährten doch nicht wieder und ahnte schon wie die Stunde ihm hatte geschlagen. Mittlerweile war draußen vor der Höhle, der Zauberer rasend schon vor Wut und schob den schweren Stein zurück, schloss den Höhleneingang, so dass der Aladin gefangen nun im Dunklen saß. Seiner Lage sich langsam gewahr, begann Aladin zu schreien aus Leibeskräften. Doch es half ihm nichts. Der Zauberer war längst von dannen, lief dahin, von wo er hergekommen, von weit, weit her, man nennt es Afrika. Im Dunkeln allein und erschöpft Aladin nun zur Besinnung kam, nahm die Lampe und rieb sie zwischen seinen kalten Händen. Doch siehe da, nicht Licht brachte sie, sondern Strahlen, heller als die Sonne selbst, aus denen stieg sodann empor ein Geist. “Was befiehlst Du mir, ich erfülle Euch und dem, der die Lampe besitzt, jeden Wunsch!” sagte der. Aladin rief: “Gut, dann möchte ich nach Haus zu meiner Mutter. Hungrig bin ich auch!” Und schon im nächsten Augenblick findet er sich zu Hause wieder, bei der Mutter und vor ihm stand ein großer Tisch gedeckt mit allerfeinsten Speisen. Der Jahre 4 zogen ins Land und aus dem Aladin wurde ein schmucker junger Mann und niemand sah mehr den Bengel in ihm, der einst in Müßiggang die Zeit vertan. Sein Blick war nicht mehr getrübt von Trägheit, seine Geisteskraft durch ernsten Umgang eingeübt in verschiedensten Salons. Der Menschen Treiben insgesamt, Ihr Wirken, Hoffen, Staunen in jedem Handwerk, jedem Amt, lag wie ein offenes Buch vor ihm. Er hatte viel Verkehr gepflegt in Kaufmanns- und Kremersläden und sich in seinem Wirken und Walten ein vornehm’ Wesen zugelegt.Dass Missgunst hinter dem Glücke häufig schleicht und man sich hüten muss vor Neidern, wussten Sohn und Mutter und vermieden trotz gutem Essen, jeden Prunk in ihrem Haus und in ihren Kleidern und hielten dadurch geheim den goldenen Geist-Brunnen, der ihnen unversiegbar floss. Eines Tages geschah es nun, dass Aladin die Tochter des Sultans zu Gesicht bekam und sich sogar erdreiste sie unbetucht zu blicken, indem er zu ihrem Badesee schlich, der geheim gehalten ward bislang. Er hatte noch nicht viele Frauen gesehen, doch diese schien die Allerschönste ihm und es wallte auf ein ungestümes Verlangen, wie er es noch nie hatte empfangen.
Zuhause dann erzählt er der Mutter, wen er gesehen und wie es ward um ihn geschehen beim Anblick der Holdesten aller Holden. Die Mutter wurde kreidebleich vor Schrecken, mit des Sultans Tochter lässt sich nicht gut necken. Der Prinzessin sei bestimmt ein Mann von edler Herkunft und hoher Geburt. Aladin, dem Sohn des Schneiders, gebühre es nicht, diese kühnen Gedanken auch nur zu denken. Aladin aber ließ sich nicht ermahnen, ja immer stärker brannte seine Glut und in feurigen Gebärden legte er der Mutter dar, wir gewillt und entschlossen er trotz aller Widrigkeiten war, um des Sultans Tochter Hand zu bitten, um diese oder keine nimmer mehr. Die arme Mutter wusste nicht, sich zu erwehren und als sie hörte von des Sohnes Plan, sie selbst zum Sultan auszuschicken, da wurde noch viel tiefer ihr ins Herz gegriffen.
Mit den vielen bunten Glasteilchen, die er einst in des Zauberers Grotte fand, schickte er die Mutter daraufhin zum Sultan. Mittlerweile hatte er zu schätzen gelernt die vermeintlichen Glasteilchen, im Kontakt mit feiner Gesellschaft und so wusste er, dass es vielmehr edle Juwelen waren. Es dauert 7 Tage, bis die Mutter fand Gehör bei dem edlen Herrn und jeden Tag lief sie wieder zum Palaste, wartete geduldig bis andere Bürger der Stadt ihre Bitten hatten vorgetragen oder Preisungen vollzogen.
Der Herrscher vernahm ihr demütigst vorgetragenes Ersuch und traute seinen Augen kaum, beim Anblick all der Edelsteine, so groß und prächtig, wie noch keine er Zeit seines Lebens er geschaut. Freudetrunken rief er aus: Wie vollendet, wie volltrefflich! Und auf weisen Rat des Großveziers sprach er zur Mutter freundlich: “Geh’ nach Hause zu deinem Sohn und meld’ ihm dies: Drei Monat sind vonnöten eh’ zum Gatten ich jemandem gebe mein Kind. Nach Ablauf dieser Zeit komm wieder.”  
Freudig empfing Aladin der Mutter Worte und ein Freudentanz von ihm Besitz ergriff auf das die Dielen sich bogen. Nach zwei Monaten aber dann vernahm man festliche Stimmung in der Stadt, jedermann war am putzen, schmücken und dabei die prächtigste Beleuchtung zu installieren. Was war das? Aladin fragte einen Bauern. Was, das weißt du nicht? Ei, er erzählt sich doch die ganze Stadt erfreut - dem Sohn des Großveziers vermählt sich Prinzessin Bedrulbur heut.” Ach da fielen dem Aladin die Sterne vom Himmel und ein Blitz fuhr in seine Brust. Niedergeschmettert saß er da und überlegte angestrengt, wie das Rezept sei gegen solchen Schmerz. Da fiel ihm des falschen Freunds Vermächtnis wieder ein. Zur Mutter sprach er darauf entschieden: “Die Hochzeit soll einen Abbruch erfahren! Lass schauen, wer heute bekommt den Segen, dieser Bräutigam oder ich.” Er rieb die Lampe und sprach: „Begib dich dahin, wo Hochzeit wird gehalten, ergreif’ den Bräutigam, entführ’ ihn in ein Versteck und sperr’ ihn fest und lass verborgen ihn schmachten bis zum nächsten Morgen.” Der Geist versetzte fügsam: “Herr, wie du befiehlst,” und war verschwunden.  Der Geist erfüllte mit erprobter Vollendung seine Pflicht. Im Palast man kurz vor der Trauung stand, die Prinzessin schritt würdevoll ihrem Verlobten entgegen, da plötzlich, man sah sich an und gleichfalls um, die Augen verwirrt, die Mienen stumm. Was war geschehen? Der Bräutigam stand nicht mehr dort, wo er gestanden gerade eben noch, sondern war verschwunden, wie fortgetragen von eines Windes Hauch. Man forschte, lugte in alle Ecken, doch vergebens.Am nächsten Morgen aber kam der Großvezier in eiligem Schritte zum Sultan, der ungeduldig und mürrisch ihm entgegensah, und rief: “Mein Sohn ist wieder da!Er weiß, o glaubt es mir, noch nicht einmal, was mit ihm geschah. Gebiete drum, dass man die Feier heute rüsten soll zum zweiten Male. Und so war’s beschlossen, doch alsbald, wie Tags zuvor, vernichtend, nur diesmal von noch stärkerer Gewalt als gestern, wirkte des Geistes erneuter Zaubermarsch. Und so, im feierlichsten Augenblick verschwand, ungesehen aus dem Saale,  der Bräutigam zum zweiten Male. Am Morgen dann, der zermarterte Bräutigam zum Vater sprach: „Ich möchte keinesfalls erneuter Weise, dies noch ein drittes Mal erleiden, diesem unsichtbaren Zauber nie mehr zum Spielball dienen. Ich glaube, Bedrulbur wird auch nicht recht vertrauen können, einem Manne, der unfreiwillig stets verschwindet. Darum bitte du den Sultan, Vater, dass er die Verlobung lösen möge.” Und so geschah es dann auch.Erst als ein Monat mehr noch verstrichen, und somit des Sultans Frist von dreien, sandte von neuem Aladin die Mutter fort zum Sultan, der sie gleich erkannte und sprach: “Gute Frau, ich gab mein Wort und werde es nicht brechen, aber um zu wissen, ob er wirklich zur Erringung der hohen Braut kein Opfer scheut, mach’ ich ihm eines zur Bedingung: Schicken soll er mir vierzig Becken von schwerstem Gold, die alle samt bis zum Rande gefüllt mit den herrlichsten Juwelen sind. Hertragen sollen vierzig schwarze Sklaven diese Fracht auf ihren Köpfen in reicher, erlesener Tracht, geführt von vierzig jungen weißen. Wird genau von ihm bestanden diese Probe, hiermit ich gelobe, wird meine Tochter seine Frau.”Die Mutter übertrug die Kunde ihrem Aladin, der sprang auf verzückt und rieb sogleich die Lampe. Das Wunderwerk war bald vollbracht und die Mutter schritt voraus dem wundersamen Zug der Sklaven. Ein Aufsehen gab das, kaum auszudenken! In Kürze jung und alt zu einer dichten Menschenschar versammelt, auf allen Straßen stand.  Nie Sklaven, edler von Gestalt, von Wuchs und Haltung angetroffen, so bunt geschmückt, so reichhaltig bekleidet mit den feinsten Stoffen. „Fürwahr“, rief der Sultan aus, „der Donner soll mich holen, wenn solch ein Geschenk jemals Sultanstöchtern ward geboten! Geh’,” sprach er drum, in mildem Tone zur Mutter, “meld’ ihm, dass mit warmen Gefühlen ich und offnen Armen Ihn grüßen will als meinen Schwiegersohn.”Dieser aber, wenn auch überschwänglich entzückt, ließ keine Zeit entgleiten, um das zu tun, was wesentlich ihm schien zur Krönung seines Werkes. Er hieß den Geist von neuem kommen und sprach: “Bereite mir sofort ein Bad und bring’, nachdem ich es genommen, mir ein Gewand, so reich und prachtvoll, wie sonst es nur Königen geziemt.” Auch an Ross und Hofstaat darf es nicht ermangeln. Der Geist entschwebte sausend erneut und sehr bald war alles im Nu erstellt. Beim Namen erkannte ihn niemand mehr, auch die noch vor kurzem ihn als Aladin getroffen hatten. Er, gerade noch dürftig, sah nun blendend wie der junge Frühling aus, denn zu der Lampe Wunderkräften gehörte die geheime Macht, dem Glückskind, das sie geschaffen, auch bemerkenswerten Adel noch anzustecken.  Im Palast wohl aufgenommen, ließ er zum Sultan bald verlauten: “Herr, du weißt, wie sehr ich nach dem Glück verlange, das die Prinzessin mir verspricht, jedoch damit ich ihr an unserm Hochzeitstag ein neues Heim  zu bieten vermag, lass noch für kurze Zeit mich Wichtiges bewirken. Ein Schloss, versehn mit jeder Zier, will ich errichten in nur einem Tage ihr.” Die Pförtner wunderten sich gar sehr, als ein paar Meter weiter, wo gestern noch die Stätte leer, ein Wunderbauwerk hoch und hell Sie ragen sahen in den Himmel.Die Nachricht schwirrte wie auf Flügeln eilig im Palast umher. Der Hofstaat machte höchst verblüffte Mienen, und der Großvezier lief zum Sultan hin und sprach entrüstet:“Wie kann es sein, dass mit einem Kunststück er sich brüstet, das jeglicher Erfahrung trotzt? Das kann nur bedeuten Zauberei!” Der Sultan gab zur Antwort: “Ei, man muss nicht gleich das Schlimmste vermuten. Was ist denn auch dabei? Bald darauf ward, in seinem eignen Schloss die Feier der Hochzeit glänzend aufgeführt und vom Sultan offenkundig erklärt, dass nun rechtens bestehe Prinzessin Bedrulburs Ehe. Oft war zu Besuch fortan der König beim Schwiegersohne. Auch ging er sehr oft in sein Lieblingswohngemach, wo freien Ausblick er genoss auf des Schwiegersohnes Schloss, und ward nicht müd’, sein Auge stundenlang daran zu laben..Wenn immer Aladin ausritt mit seinem Hofstaat, streuten sie Gold umher aus vollen Händen. An seines Schlosses Tor kam kein Bettelmann, der nicht gut beladen mit allerlei Gaben wieder weiter seines Weges zog. Ritt er aus, um sich der Jagd hinzugeben, ward jedes Dorf an seinen Wegen von einem Goldregen überrascht. So kam es, dass er bald gepriesen wurde im ganzen Lande.  Er schwebte leicht dahin auf der siebten Wolke der Berühmtheit und wurde doch nicht eitel darum, sondern  zeigte dem bedrohten Staat sich als echtem Helden in der Tat. Die Grenze des Reiches stand in einer lichterlohen Aufruhr, bis Aladin, dem Gebot der Stunde folgend, standhaft und mutig sich den Kampf auferlegte. Aber auch lustwandelnd ward er gesehen in der Stadt, ging zum Gebet in die Moscheen, war bei den hohen Edelleuten stets zu Besuch und tat so manchen Einkauf eigenhändig. In stetem Fluss allmählich reihte sich Stund’ and Stund’ und Jahr an Jahr, er ward es kaum gewahr, liebend und geliebt, hochgeachtet und doch von schlicht bescheidnem Sinn.Die Bosheit, die nicht anders kann aus Neid, als das Gute zu vernichten, sollt’ jedoch nach einer Gnadenfrist auch ihn in hartem Schlage treffen. Der Zauberer im fernen heißen Land, setzte sich an seinen Tisch, worauf mit Sand gefüllt ein Viereck sich befand und zog auf Zaubererweise Linien und Kreise nebst Buchstaben einer fremden Schrift. Berechnend, murmelnd nach Regel und Gebot geheimer Schwarzmagie, brachte er es schließlich an den Tag, dass Aladin nicht tot, sondern zu Glanz und Ruhm emporgestiegen und obendrein noch der Gemahl der Sultanstochter war.  Er warf somit am selben Tag aufs Pferd sich, ohne viel Gehabe und die ganze Nacht hindurch und auch alle folgenden Tage, dem Reich er sich entgegenpreschte, das fern im Osten lag.  Wo mochte wohl die Lampe stecken? Wenn ihren Aufbewahrungsplatz er könnte nur entdecken, dann könnt’ er diesen heiß ersehnten Schatz von ihm erlisten, und von der Anmaßung ihn zurück in den Dreck befristen.Sodann in kniffliger Berechnungsart ward bald unfehlbar ihm verraten: Die Lampe ward im Schloss verwahrt. Da schmiedete er einen gar teuflischen Plan. Mit einem Korb im Arme bewegte er sich in Richtung Schloss, langsam durch die Stadt und zwang das Volk, dem Ruf zu lauschen:“Hört, hört! Wer alte Lampen hat, kann hier sie gegen neue tauschen.”Die Leute schüttelten verdutzt die Köpfe, die Kinder hielten ihn zum Narren und liefen lachend hinter ihm her.Ihn aber konnt’ das nicht beirren, lustig ließ er alsbald die Lampen klirren und wiederholte stets aus Leibeskräften seinen Spruch, hinein bis in des Schlosses Hof. Als Bedrulburs Sklavin dies vernommen, sprach sie: “Herrin, lasst uns doch erproben, ob der Kerl tatsächlich für diese Lampe da, die schon gebrechlich, uns eine nagelneue gibt. Hier neben auf dem Spinde zufällig eine solche steht.“ Dem stimmte die Prinzessin bei. O Bedrulbur, klang dir im Innern keine Warnung? Ahntest du nicht des bösen Betrugs Tarnung? Die Wunderlampe war’s, die dort stand seit Aladin beim Jagen war.  Der Zauberer ergriff die alte Lampe und in unverhüllter Freude überließ den Korb der Sklavin zur Wahl der neuen Lampe, entkam dann flink dem Spott und Gelächter der Meute durch eine Seitengasse, ließ dort, den angefüllten Korb im Stich und lief davon.Was lag ihm noch an seinem Pferd? Was lag an andrem Geldeswert?Jetzt war nur eins für ihn entscheidend! Nachdem er eine halbe Meile vorm Stadttor endlich halt gemacht, erst als im Westen verkroch die Abendröte, zog er die Lampe sacht hervor und rieb sie.   “Was ist dein Begehr?”, so rief im nächsten Augenblicke der Geist, der an Länge und  Breite 4 mal so massig war wie ein Bär: “Die Lampe macht es mir zur Pflicht, Dich zu bedienen.” Der Zauberer sprach sogleich erpicht: “Bring das Schloss, das jener Wicht von dir sich hat erbauen lassen, mit allen seinen Insassen an den Punkt in Afrika, wo mein zuhause ist.” Gehorsam vollzog der Geist noch in der Nacht, mit Hilfe seiner Nebengeister, den Befehl des Meisters. Zeitig aufgewacht wie immer, begab der Sultan sich zum Fenster, um in froher Schau zu genießen den erhabenen Bau.  Und sein Staunen war nicht schlecht, als er den leeren Platz erblickte, wo gerade noch das Schloss gestanden war.Er rieb die Augen sich und kniff sich in den Arm, denn dies konnte ein Traum nur sein! Aber nein, das war es nicht. Real war, was er erblickte vor seinem Gesicht. Das Schloss war verschwunden, er sah es glasklar,  dies war fauler Zauber - unerklärbar.  „Wo ist der Schurk’, der das gewagt?“, rief der Sultan aus. “Der Henker sei ihm die Belohnung, mit der man Hochverrat vergilt. Schicket ihm dreißig Reiter nach! Die sollen ihn greifen, verhaften und schmachvoll gefesselt vor mein Antlitz schleifen!” Der Liebling aller war in Not! Man wusste nicht, aus welchem Grunde, sah nur ihn von Gefahr bedroht und wollte drum, zu raschem Bunde vereinigt, ihm Freiheit schaffen.Ein Teil ergriff metallene Waffen, andere griffen zu Steinen und Stangen. Den Reitern den Durchgang sperrend, konnten sie ihrem Häftling kaum  bis in den Palast schleppen. Der Sultan mit dem Henker schon stand bereit, ihn zu empfangen, da  wirbelt und braust es vom Volke her. Tausende in wilder Aufruhr haben den Palast umstellt.“O Herr, bedenk’!” so wendet zitternd zum Sultan sich der Großvezier, “Schau hin, wie die Massen, gleich einem Ungetier, sich gegen deine Mauern fallen lassen! Wenn du diesen Spruch vollstreckst, dann wird es den Palast erstürmen.”Der Sultan fuhr erschreckt zusammen. Er merkte wohl, dass durch den Tod des Prinzen das Reich in Flammen untergehen würde. Und so gebot er dem Henker Erbarmen. Aladin, als befreit aus den Stricken, hob zum Sultan die Hände: “Herr,” bat er, ” sage mir, durch welch Verbrechen verdien’ ich dies Gericht?” Komm’,” rief der Sultan: „Dein Schloss, wo ist es hingekommen? Zeig’ mir’s! Nicht finden kann ich’s mehr.” Der Ärmste glaubte zu ersticken, als er die leere Stelle sah, benommen. “Herr, eine Frist von vierzig Tagen gewähre mir!” bat Aladin. “Ich werde, sollt’ es mir misslingen, mein Schloss wiederzuerringen, mich deiner Strafe nicht entziehen.” Der Sultan sagte: “Wohl, so sei’s denn, ich will dir diese Frist vergönnen. Dem Rächerurteil wirst du nicht entrinnen.“ Nachdem er einige Zeit mit müdem Blicke herumgeschlendert in der Stadt, rief er aus:„Wo find’ ich die Geliebte wieder? Weit besser wird es sein, wenn der Tod mir nun die Augen schließt!” Da näherte er sich einem Fluss und wie um seine Qual zu kürzen, stürzt er sich kopfüber in die Fluten.  An einem Felsstück blieb er dann hängen und jener Ring, den er unbeachtet immer noch am Finger trug,  rieb sich daran ganz von selbst. Das war sein Glück, denn plötzlich, wie aus heiterem Himmel stand mächtig vor ihm derselbe Geist, der einst ihm in der Gruft erschienen, und rief: “Ich bin des Ringes Knecht. Mir zu gebieten ist dein gutes Recht. Sag’ schon, womit kann ich dir dienen?” 

“O Geist, rette mich ein zweites mal und bring’ auch gleich, bevor der Morgen graut, mein Schloss zurück zur alten Stätte!” rief er aus und der Geist versetzte: “Dies Gebot verträgt sich nicht mit meinem Schaffen. Du musst Dich an den Geist der Lampe machen.” “Nun denn,  wenn dir aber bewusst, wo sich zurzeit mein Schloss befindet,” so sprach Aladin, “befehl’ ich dir Kraft dieses Ringes, befördere mich schnurstracks von hier an diesen, seinen neuen Platz!”Kaum ausgesprochen, da trug beflügelt ihn der Riese zu jenem Ort,wo nun sein Schloss sich befand, und setzte ihn dort ab auf brennend heißer Erde.Wer vermag zu bebildern der Prinzessin Wonne, als vor dem Fenster sie vorfand wohlauf ihren Gemahl! Sofort wechselten sie Kusshände und Flüsterworte, dann schlich er verstohlen sich hintenrum in ihr Gemach. Nach Momenten ewiger Treueschwüre, schien es der Prinzessin dringlich an der Zeit, ihrem Gemahl die fürchterliche Absicht mitzuteilen, die von des Zauberers Hand ihr drohte, denn dieser wollte sie freien. Oh nein und wie abscheulich, so empfanden dies die beiden.   

Es war einmal… in einem orientalischen Lande… da lebte eines Schneiders Witwe und ihr Sohn, der Aladin, in kriesenhafter Armut. Man munkelt, der Schneider sei gestorben vor lauter Gram über seinen Sohn, einen Tu-nicht-gut, der seine Tage nur in Müßiggang verbrachte und die Früchte des Wohlstands ignorant missachtete.
Seit dem Todestage waren schon Monate vergangen, da kam ein sonderbarer Fremder des Weges und wähnte sich des Schneiders Bruder zu sein. Er beschenkte Aladin und seine Mutter reich, so dass schon bald kein Zweifel mehr sich regte in den beiden bezüglich des Mannes Herkunft.
Eines schönen Tages führte dieser den Aladin an eine Höhle, etwas entfernt der Stadt, deren Eingang zu eng für den Bruder seines Vaters war, und bat ihn drum, für ihn einen Gegenstand dort aus den Tiefen der Kammern herausholen. Er gab ihm für dieses Unterfangen einen Ring mit magischen Kräften, den er drehen sollte, damit der Felsen, der den Eingang versperrte, sich hinfort bewegte.
Aladin tat, wie ihm geheißen und betrat die Grotte. Er ging durch lange Korridore und erreichte Kammern schließlich, voll von glänzendem Metall, wie er es noch nie gesehen und buntem Glas, von einem Glanze, dass bisher sein Auge noch erblicket. Er nahm sich davon mit zum Spielen, soviel, wie Platz fand in seinen Taschen. Nachdem er aufgespürt den Ring und die alte Lampe, wie ihm aufgetragen, trat er schleunigst den Rückweg an und fand seinen Schwager ungeduldig schon vor dem Eingang spähend und vernahm: „Gib mir die alte Lampe!“ Aladin wunderte sich und sprach: “Helft mir doch zuerst heraus!” Und wieder kreischte es entzürnt: “Gib mir zuerst die Lampe!” Aladin gab aber nicht nach, erkannte er seinen Gefährten doch nicht wieder und ahnte schon wie die Stunde ihm hatte geschlagen. Mittlerweile war draußen vor der Höhle, der Zauberer rasend schon vor Wut und schob den schweren Stein zurück, schloss den Höhleneingang, so dass der Aladin gefangen nun im Dunklen saß.
Seiner Lage sich langsam gewahr, begann Aladin zu schreien aus Leibeskräften. Doch es half ihm nichts. Der Zauberer war längst von dannen, lief dahin, von wo er hergekommen, von weit, weit her, man nennt es Afrika. Im Dunkeln allein und erschöpft Aladin nun zur Besinnung kam, nahm die Lampe und rieb sie zwischen seinen kalten Händen. Doch siehe da, nicht Licht brachte sie, sondern Strahlen, heller als die Sonne selbst, aus denen stieg sodann empor ein Geist. “Was befiehlst Du mir, ich erfülle Euch und dem, der die Lampe besitzt, jeden Wunsch!” sagte der. Aladin rief: “Gut, dann möchte ich nach Haus zu meiner Mutter. Hungrig bin ich auch!” Und schon im nächsten Augenblick findet er sich zu Hause wieder, bei der Mutter und vor ihm stand ein großer Tisch gedeckt mit allerfeinsten Speisen. Der Jahre 4 zogen ins Land und aus dem Aladin wurde ein schmucker junger Mann und niemand sah mehr den Bengel in ihm, der einst in Müßiggang die Zeit vertan. Sein Blick war nicht mehr getrübt von Trägheit, seine Geisteskraft durch ernsten Umgang eingeübt in verschiedensten Salons. Der Menschen Treiben insgesamt, Ihr Wirken, Hoffen, Staunen in jedem Handwerk, jedem Amt, lag wie ein offenes Buch vor ihm. Er hatte viel Verkehr gepflegt in Kaufmanns- und Kremersläden und sich in seinem Wirken und Walten ein vornehm’ Wesen zugelegt. Dass Missgunst hinter dem Glücke häufig schleicht und man sich hüten muss vor Neidern, wussten Sohn und Mutter und vermieden trotz gutem Essen, jeden Prunk in ihrem Haus und in ihren Kleidern und hielten dadurch geheim den goldenen Geist-Brunnen, der ihnen unversiegbar floss. Eines Tages geschah es nun, dass Aladin die Tochter des Sultans zu Gesicht bekam und sich sogar erdreiste sie unbetucht zu blicken, indem er zu ihrem Badesee schlich, der geheim gehalten ward bislang. Er hatte noch nicht viele Frauen gesehen, doch diese schien die Allerschönste ihm und es wallte auf ein ungestümes Verlangen, wie er es noch nie hatte empfangen.
Zuhause dann erzählt er der Mutter, wen er gesehen und wie es ward um ihn geschehen beim Anblick der Holdesten aller Holden. Die Mutter wurde kreidebleich vor Schrecken, mit des Sultans Tochter lässt sich nicht gut necken. Der Prinzessin sei bestimmt ein Mann von edler Herkunft und hoher Geburt. Aladin, dem Sohn des Schneiders, gebühre es nicht, diese kühnen Gedanken auch nur zu denken. Aladin aber ließ sich nicht ermahnen, ja immer stärker brannte seine Glut und in feurigen Gebärden legte er der Mutter dar, wir gewillt und entschlossen er trotz aller Widrigkeiten war, um des Sultans Tochter Hand zu bitten, um diese oder keine nimmer mehr. Die arme Mutter wusste nicht, sich zu erwehren und als sie hörte von des Sohnes Plan, sie selbst zum Sultan auszuschicken, da wurde noch viel tiefer ihr ins Herz gegriffen.
Mit den vielen bunten Glasteilchen, die er einst in des Zauberers Grotte fand, schickte er die Mutter daraufhin zum Sultan. Mittlerweile hatte er zu schätzen gelernt die vermeintlichen Glasteilchen, im Kontakt mit feiner Gesellschaft und so wusste er, dass es vielmehr edle Juwelen waren. Es dauert 7 Tage, bis die Mutter fand Gehör bei dem edlen Herrn und jeden Tag lief sie wieder zum Palaste, wartete geduldig bis andere Bürger der Stadt ihre Bitten hatten vorgetragen oder Preisungen vollzogen.
Der Herrscher vernahm ihr demütigst vorgetragenes Ersuch und traute seinen Augen kaum, beim Anblick all der Edelsteine, so groß und prächtig, wie noch keine er Zeit seines Lebens er geschaut. Freudetrunken rief er aus: Wie vollendet, wie volltrefflich! Und auf weisen Rat des Großveziers sprach er zur Mutter freundlich: “Geh’ nach Hause zu deinem Sohn und meld’ ihm dies: Drei Monat sind vonnöten eh’ zum Gatten ich jemandem gebe mein Kind. Nach Ablauf dieser Zeit komm wieder.”
Freudig empfing Aladin der Mutter Worte und ein Freudentanz von ihm Besitz ergriff auf das die Dielen sich bogen. Nach zwei Monaten aber dann vernahm man festliche Stimmung in der Stadt, jedermann war am putzen, schmücken und dabei die prächtigste Beleuchtung zu installieren. Was war das? Aladin fragte einen Bauern. Was, das weißt du nicht? Ei, er erzählt sich doch die ganze Stadt erfreut - dem Sohn des Großveziers vermählt sich Prinzessin Bedrulbur heut.” Ach da fielen dem Aladin die Sterne vom Himmel und ein Blitz fuhr in seine Brust. Niedergeschmettert saß er da und überlegte angestrengt, wie das Rezept sei gegen solchen Schmerz. Da fiel ihm des falschen Freunds Vermächtnis wieder ein. Zur Mutter sprach er darauf entschieden: “Die Hochzeit soll einen Abbruch erfahren! Lass schauen, wer heute bekommt den Segen, dieser Bräutigam oder ich.” Er rieb die Lampe und sprach: „Begib dich dahin, wo Hochzeit wird gehalten, ergreif’ den Bräutigam, entführ’ ihn in ein Versteck und sperr’ ihn fest und lass verborgen ihn schmachten bis zum nächsten Morgen.” Der Geist versetzte fügsam: “Herr, wie du befiehlst,” und war verschwunden. Der Geist erfüllte mit erprobter Vollendung seine Pflicht. Im Palast man kurz vor der Trauung stand, die Prinzessin schritt würdevoll ihrem Verlobten entgegen, da plötzlich, man sah sich an und gleichfalls um, die Augen verwirrt, die Mienen stumm. Was war geschehen? Der Bräutigam stand nicht mehr dort, wo er gestanden gerade eben noch, sondern war verschwunden, wie fortgetragen von eines Windes Hauch. Man forschte, lugte in alle Ecken, doch vergebens.Am nächsten Morgen aber kam der Großvezier in eiligem Schritte zum Sultan, der ungeduldig und mürrisch ihm entgegensah, und rief: “Mein Sohn ist wieder da! Er weiß, o glaubt es mir, noch nicht einmal, was mit ihm geschah. Gebiete drum, dass man die Feier heute rüsten soll zum zweiten Male. Und so war’s beschlossen, doch alsbald, wie Tags zuvor, vernichtend, nur diesmal von noch stärkerer Gewalt als gestern, wirkte des Geistes erneuter Zaubermarsch. Und so, im feierlichsten Augenblick verschwand, ungesehen aus dem Saale,  der Bräutigam zum zweiten Male.  Am Morgen dann, der zermarterte Bräutigam zum Vater sprach: „Ich möchte keinesfalls erneuter Weise, dies noch ein drittes Mal erleiden, diesem unsichtbaren Zauber nie mehr zum Spielball dienen. Ich glaube, Bedrulbur wird auch nicht recht vertrauen können, einem Manne, der unfreiwillig stets verschwindet. Darum bitte du den Sultan, Vater, dass er die Verlobung lösen möge.” Und so geschah es dann auch.Erst als ein Monat mehr noch verstrichen, und somit des Sultans Frist von dreien, sandte von neuem Aladin die Mutter fort zum Sultan, der sie gleich erkannte und sprach: “Gute Frau, ich gab mein Wort und werde es nicht brechen, aber um zu wissen, ob er wirklich zur Erringung der hohen Braut kein Opfer scheut, mach’ ich ihm eines zur Bedingung: Schicken soll er mir vierzig Becken von schwerstem Gold, die alle samt bis zum Rande gefüllt mit den herrlichsten Juwelen sind. Hertragen sollen vierzig schwarze Sklaven diese Fracht auf ihren Köpfen in reicher, erlesener Tracht, geführt von vierzig jungen weißen. Wird genau von ihm bestanden diese Probe, hiermit ich gelobe, wird meine Tochter seine Frau.”Die Mutter übertrug die Kunde ihrem Aladin, der sprang auf verzückt und rieb sogleich die Lampe. Das Wunderwerk war bald vollbracht und die Mutter schritt voraus dem wundersamen Zug der Sklaven. Ein Aufsehen gab das, kaum auszudenken! In Kürze jung und alt zu einer dichten Menschenschar versammelt, auf allen Straßen stand.  Nie Sklaven, edler von Gestalt, von Wuchs und Haltung angetroffen, so bunt geschmückt, so reichhaltig bekleidet mit den feinsten Stoffen. „Fürwahr“, rief der Sultan aus, „der Donner soll mich holen, wenn solch ein Geschenk jemals Sultanstöchtern ward geboten! Geh’,” sprach er drum, in mildem Tone zur Mutter, “meld’ ihm, dass mit warmen Gefühlen ich und offnen Armen Ihn grüßen will als meinen Schwiegersohn.”Dieser aber, wenn auch überschwänglich entzückt, ließ keine Zeit entgleiten, um das zu tun, was wesentlich ihm schien zur Krönung seines Werkes. Er hieß den Geist von neuem kommen und sprach: “Bereite mir sofort ein Bad und bring’, nachdem ich es genommen, mir ein Gewand, so reich und prachtvoll, wie sonst es nur Königen geziemt.” Auch an Ross und Hofstaat darf es nicht ermangeln. Der Geist entschwebte sausend erneut und sehr bald war alles im Nu erstellt. Beim Namen erkannte ihn niemand mehr, auch die noch vor kurzem ihn als Aladin getroffen hatten. Er, gerade noch dürftig, sah nun blendend wie der junge Frühling aus, denn zu der Lampe Wunderkräften gehörte die geheime Macht, dem Glückskind, das sie geschaffen, auch bemerkenswerten Adel noch anzustecken.  Im Palast wohl aufgenommen, ließ er zum Sultan bald verlauten: “Herr, du weißt, wie sehr ich nach dem Glück verlange, das die Prinzessin mir verspricht, jedoch damit ich ihr an unserm Hochzeitstag ein neues Heim  zu bieten vermag, lass noch für kurze Zeit mich Wichtiges bewirken. Ein Schloss, versehn mit jeder Zier, will ich errichten in nur einem Tage ihr.” Die Pförtner wunderten sich gar sehr, als ein paar Meter weiter, wo gestern noch die Stätte leer, ein Wunderbauwerk hoch und hell Sie ragen sahen in den Himmel.Die Nachricht schwirrte wie auf Flügeln eilig im Palast umher. Der Hofstaat machte höchst verblüffte Mienen, und der Großvezier lief zum Sultan hin und sprach entrüstet:“Wie kann es sein, dass mit einem Kunststück er sich brüstet, das jeglicher Erfahrung trotzt? Das kann nur bedeuten Zauberei!” Der Sultan gab zur Antwort: “Ei, man muss nicht gleich das Schlimmste vermuten. Was ist denn auch dabei?  Bald darauf ward, in seinem eignen Schloss die Feier der Hochzeit glänzend aufgeführt und vom Sultan offenkundig erklärt, dass nun rechtens bestehe Prinzessin Bedrulburs Ehe.  Oft war zu Besuch fortan der König beim Schwiegersohne. Auch ging er sehr oft in sein Lieblingswohngemach, wo freien Ausblick er genoss auf des Schwiegersohnes Schloss, und ward nicht müd’, sein Auge stundenlang daran zu laben..Wenn immer Aladin ausritt mit seinem Hofstaat, streuten sie Gold umher aus vollen Händen. An seines Schlosses Tor kam kein Bettelmann, der nicht gut beladen mit allerlei Gaben wieder weiter seines Weges zog. Ritt er aus, um sich der Jagd hinzugeben, ward jedes Dorf an seinen Wegen von einem Goldregen überrascht. So kam es, dass er bald gepriesen wurde im ganzen Lande.  Er schwebte leicht dahin auf der siebten Wolke der Berühmtheit und wurde doch nicht eitel darum, sondern  zeigte dem bedrohten Staat sich als echtem Helden in der Tat. Die Grenze des Reiches stand in einer lichterlohen Aufruhr, bis Aladin, dem Gebot der Stunde folgend, standhaft und mutig sich den Kampf auferlegte.  Aber auch lustwandelnd ward er gesehen in der Stadt, ging zum Gebet in die Moscheen, war bei den hohen Edelleuten stets zu Besuch und tat so manchen Einkauf eigenhändig.  In stetem Fluss allmählich reihte sich Stund’ and Stund’ und Jahr an Jahr, er ward es kaum gewahr, liebend und geliebt, hochgeachtet und doch von schlicht bescheidnem Sinn.Die Bosheit, die nicht anders kann aus Neid, als das Gute zu vernichten, sollt’ jedoch nach einer Gnadenfrist auch ihn in hartem Schlage treffen. Der Zauberer im fernen heißen Land, setzte sich an seinen Tisch, worauf mit Sand gefüllt ein Viereck sich befand und zog auf Zaubererweise Linien und Kreise nebst Buchstaben einer fremden Schrift. Berechnend, murmelnd nach Regel und Gebot geheimer Schwarzmagie, brachte er es schließlich an den Tag, dass Aladin nicht tot, sondern zu Glanz und Ruhm emporgestiegen und obendrein noch der Gemahl der Sultanstochter war.  Er warf somit am selben Tag aufs Pferd sich, ohne viel Gehabe und die ganze Nacht hindurch und auch alle folgenden Tage, dem Reich er sich entgegenpreschte, das fern im Osten lag.  Wo mochte wohl die Lampe stecken? Wenn ihren Aufbewahrungsplatz er könnte nur entdecken, dann könnt’ er diesen heiß ersehnten Schatz von ihm erlisten, und von der Anmaßung ihn zurück in den Dreck befristen.Sodann in kniffliger Berechnungsart ward bald unfehlbar ihm verraten: Die Lampe ward im Schloss verwahrt.  Da schmiedete er einen gar teuflischen Plan. Mit einem Korb im Arme bewegte er sich in Richtung Schloss, langsam durch die Stadt und zwang das Volk, dem Ruf zu lauschen:“Hört, hört! Wer alte Lampen hat, kann hier sie gegen neue tauschen.”Die Leute schüttelten verdutzt die Köpfe, die Kinder hielten ihn zum Narren und liefen lachend hinter ihm her.Ihn aber konnt’ das nicht beirren, lustig ließ er alsbald die Lampen klirren und wiederholte stets aus Leibeskräften seinen Spruch, hinein bis in des Schlosses Hof.  Als Bedrulburs Sklavin dies vernommen, sprach sie: “Herrin, lasst uns doch erproben, ob der Kerl tatsächlich für diese Lampe da, die schon gebrechlich, uns eine nagelneue gibt. Hier neben auf dem Spinde zufällig eine solche steht.“ Dem stimmte die Prinzessin bei. O Bedrulbur, klang dir im Innern keine Warnung? Ahntest du nicht des bösen Betrugs Tarnung? Die Wunderlampe war’s, die dort stand seit Aladin beim Jagen war.   Der Zauberer ergriff die alte Lampe und in unverhüllter Freude überließ den Korb der Sklavin zur Wahl der neuen Lampe, entkam dann flink dem Spott und Gelächter der Meute durch eine Seitengasse, ließ dort, den angefüllten Korb im Stich und lief davon.Was lag ihm noch an seinem Pferd? Was lag an andrem Geldeswert?Jetzt war nur eins für ihn entscheidend! Nachdem er eine halbe Meile vorm Stadttor endlich halt gemacht, erst als im Westen verkroch die Abendröte, zog er die Lampe sacht hervor und rieb sie.   “Was ist dein Begehr?”, so rief im nächsten Augenblicke der Geist, der an Länge und  Breite 4 mal so massig war wie ein Bär: “Die Lampe macht es mir zur Pflicht, Dich zu bedienen.” Der Zauberer sprach sogleich erpicht: “Bring das Schloss, das jener Wicht von dir sich hat erbauen lassen, mit allen seinen Insassen an den Punkt in Afrika, wo mein zuhause ist.” Gehorsam vollzog der Geist noch in der Nacht, mit Hilfe seiner Nebengeister, den Befehl des Meisters.Zeitig aufgewacht wie immer, begab der Sultan sich zum Fenster, um in froher Schau zu genießen den erhabenen Bau.  Und sein Staunen war nicht schlecht, als er den leeren Platz erblickte, wo gerade noch das Schloss gestanden war.Er rieb die Augen sich und kniff sich in den Arm, denn dies konnte ein Traum nur sein! Aber nein, das war es nicht. Real war, was er erblickte vor seinem Gesicht. Das Schloss war verschwunden, er sah es glasklar,  dies war fauler Zauber - unerklärbar.   „Wo ist der Schurk’, der das gewagt?“, rief der Sultan aus. “Der Henker sei ihm die Belohnung, mit der man Hochverrat vergilt. Schicket ihm dreißig Reiter nach! Die sollen ihn greifen, verhaften und schmachvoll gefesselt vor mein Antlitz schleifen!” Der Liebling aller war in Not! Man wusste nicht, aus welchem Grunde, sah nur ihn von Gefahr bedroht und wollte drum, zu raschem Bunde vereinigt, ihm Freiheit schaffen.Ein Teil ergriff metallene Waffen, andere griffen zu Steinen und Stangen. Den Reitern den Durchgang sperrend, konnten sie ihrem Häftling kaum  bis in den Palast schleppen. Der Sultan mit dem Henker schon stand bereit, ihn zu empfangen, da  wirbelt und braust es vom Volke her. Tausende in wilder Aufruhr haben den Palast umstellt.“O Herr, bedenk’!” so wendet zitternd zum Sultan sich der Großvezier, “Schau hin, wie die Massen, gleich einem Ungetier, sich gegen deine Mauern fallen lassen! Wenn du diesen Spruch vollstreckst, dann wird es den Palast erstürmen.”Der Sultan fuhr erschreckt zusammen. Er merkte wohl, dass durch den Tod des Prinzen das Reich in Flammen untergehen würde. Und so gebot er dem Henker Erbarmen. Aladin, als befreit aus den Stricken, hob zum Sultan die Hände: “Herr,” bat er, ” sage mir, durch welch Verbrechen verdien’ ich dies Gericht?” Komm’,” rief der Sultan: „Dein Schloss, wo ist es hingekommen? Zeig’ mir’s! Nicht finden kann ich’s mehr.” Der Ärmste glaubte zu ersticken, als er die leere Stelle sah, benommen. “Herr, eine Frist von vierzig Tagen gewähre mir!” bat Aladin. “Ich werde, sollt’ es mir misslingen, mein Schloss wiederzuerringen, mich deiner Strafe nicht entziehen.” Der Sultan sagte: “Wohl, so sei’s denn, ich will dir diese Frist vergönnen. Dem Rächerurteil wirst du nicht entrinnen.“ 

Nachdem er einige Zeit mit müdem Blicke herumgeschlendert in der Stadt, rief er aus:„Wo find’ ich die Geliebte wieder? Weit besser wird es sein, wenn der Tod mir nun die Augen schließt!” Da näherte er sich einem Fluss und wie um seine Qual zu kürzen, stürzt er sich kopfüber in die Fluten.  An einem Felsstück blieb er dann hängen und jener Ring, den er unbeachtet immer noch am Finger trug,  rieb sich daran ganz von selbst. Das war sein Glück, denn plötzlich, wie aus heiterem Himmel stand mächtig vor ihm derselbe Geist, der einst ihm in der Gruft erschienen, und rief: “Ich bin des Ringes Knecht. Mir zu gebieten ist dein gutes Recht. Sag’ schon, womit kann ich dir dienen?” 

“O Geist, rette mich ein zweites mal und bring’ auch gleich, bevor der Morgen graut, mein Schloss zurück zur alten Stätte!” rief er aus und der Geist versetzte: “Dies Gebot verträgt sich nicht mit meinem Schaffen. Du musst Dich an den Geist der Lampe machen.” “Nun denn,  wenn dir aber bewusst, wo sich zurzeit mein Schloss befindet,” so sprach Aladin, “befehl’ ich dir Kraft dieses Ringes, befördere mich schnurstracks von hier an diesen, seinen neuen Platz!”Kaum ausgesprochen, da trug beflügelt ihn der Riese zu jenem Ort,wo nun sein Schloss sich befand, und setzte ihn dort ab auf brennend heißer Erde.Wer vermag zu bebildern der Prinzessin Wonne, als vor dem Fenster sie vorfand wohlauf ihren Gemahl! Sofort wechselten sie Kusshände und Flüsterworte, dann schlich er verstohlen sich hintenrum in ihr Gemach. Nach Momenten ewiger Treueschwüre, schien es der Prinzessin dringlich an der Zeit, ihrem Gemahl die fürchterliche Absicht mitzuteilen, die von des Zauberers Hand ihr drohte, denn dieser wollte sie freien. Oh nein und wie abscheulich, so empfanden dies die beiden.  

Und so sprach Aladin zu seiner Gattin: “Höre! Notwendig für meinen gewagten Plan ist deine Komplizenschaft mit mir. Drum, befolge bitte diesen Rat!  Wirf dich in deine schönsten Kleider, schmück’ mit Geschmeide dich und Blumen, um den Schuft und Entführer, mit wärmstem Armen zu empfangen. Kein Argwohn soll ihn beirren. Stell’ dich drum, als ob du mich vergessen und lad’ ihn ein zum Abendessen. Sobald er dann bei Tische sitzt mit dir, reiche ihm den roten Becher, gefüllt mit Wein, unter den vorher du das Pulver hast gemischt, und bitt’ ihn, auf Euch ihn zu leeren. Mit dieser Bitte im Gefallen, wird er den Wein hinunter schütten und leblos auf den Boden sinken, bevor noch bereut dieser Augenblick der Lüge”.Mit Diamanten schließlich dicht besetzt und um den Hals die Perlenkette gebunden, dachte sie sich: “Wo lebt ein Mann, der nicht vor so viel Reiz geblendet die Waffen strecken sollte?” Sie stieg hierauf zum Kuppelsaal, worin schon für das Mahl ein Tischlein stand mit zwei Gedecken und führte aus den Plan, indem sie das Pulver nahm und es goss in seinen Becher.Zögernd nahm er Platz, als er sie, wie einen Engel so süß, vor sich erblickte.„Mein Gatte hat seinen Tod gefunden“, sprach sie: „davon hast du mich überzeugt. Ich gönn’ ihm seine Grabesrast, und weil meine Lebenslust noch nicht gestorben ist, bin ich entschlossen, mich zu trösten, und lade zu Gaste heut.““Ja, du Geliebte, du Verehrte, dies auf dein Wohl und unsern Bund!” So rief er beglückt und leerte den Becher in einem Zuge. Nach einem letzten, schwachen Seufzer, fiel er direkt nieder und lag auf seinem Rücken.  Aladin stürzt hervor aus seinem Verstecke dann und suchte seine Lampe des Glücks. Als er gefunden sie im Zauberer Gewande, rief in altgewohnter Weise den Geist er an und sagte: “Bring’ sofort mein Schloss an seine alte Stelle!” Noch nicht vollendet war das Wort,als schon mit fast unmerklichem Vollzug das Bauwerk durch die Lüfte flog. Zurückgekehrt zum alten Platz, das Schloss dem Sultan seinen Anblick bot und reichlich Ersatz für erlittene Trauer. Er ließ ein Pferd sich satteln geschwind und ritt zu seinem so lang entbehrten Kind und ihre Heiterkeit ließ höher schlagen sein altes Vaterherz.„Mein Sohn, du brachtest meinem Herzen Heilung, indem du mir mein Kind befreit, dies dank’ ich dir auf alle Tage. Und gefeiert ward im ganzen Lande die Wiederkehr des jungen Paars. Auf dass kein Schatten mehr Ihr Glück verdüstert. Doch es sollte nicht gewesen sein die letzte Prüfung für die beiden. Der Zauberer nämlich, er war nicht tot, sondern betäubt nur von dem seltsamen Weine und nach einem Jahr sauerer Not entschloss er sich, zur Rache. Los zog er aus seinem heißen Lande und … 

Er schwor, von schwelender Rache entfacht und zum überlaufen gefüllt mit Gift und Geifer, auf Vergeltung. Nicht rasten und nicht rosten wollte er und drum begab zum dritten Mal er sich über Berg und Tal auf die Reise in den fernen Osten.Nach einem ganzen Wanderjahr voller Mühe und Gefahr, war er endlich in der Hauptstadt angekommen. Einen neuen Kniff ersonnen hatte er sofort und hörte von einer frommen, greisen Wundertäterin, die Fatima hieß, und sich in erhabenem Sinn der stillen Andacht überließ, fern ab in einer Höhle. Durch Gassen, schlich er sich zu ihrer Höhle bei dunkler Nacht, wie ein Dieb, drang in ihr Zuhause ein und weckte mit rohem Griffen die Erschreckte, hielt seinen Dolch ihr vor und sprach: “Du sollst entseelt sogleich erblassen, kommst du nicht meinem Befehl jetzt nach!” Sie musst’ ihm ihre Kleider lassen und auch den geweihten Rosenkranz.Obwohl dem Räuber sie sich ganz willfährig zeigte, stach er sie trotzdem  vorsichtshalber tot.Dann schor er vor einem Spiegel sich den Bart hinweg, warf sich in Fatimas Kleider, und mit der Sonne trat verschleiert er auf die Gasse. Dort tuschelte man: “Schau, einher geht die fromme Frau,” und eine große Menschenmasse umgab ihn voller Dankgefühl und folgte ihm nach bis in des Schlosses Gegend.Als die Prinzessin das Gewühl, vom Kuppelsaal herunterspähend wahrnahm und erfuhr, dass all dies bunte Volk der Spur Fatimas folge, deren Tugend ihr längst bekannt war, da dachte sie, dass es ihr gezieme, die Frau zu sich heraufzubitten.Zu der vermeintlichen Fatima wurde geschickt eine Botin, sie zu holen.Der Zauberer, nicht an seinem Sieg mehr zweifelnd, schmunzelte heimlich, als er mit ihr den Saal hinauflief. Er fing mit voller Hingabe an zu beten, dass die Prinzessin sich verneigen musste vor lauter Ehrerbietung. Bedrulbur erkannte ihn hinter dem Schleier nicht und sprach: “Oh schenke mir die Gunst weise Fatima, die Du gute Lehren zu frommem Wandel mir erteilst.” “Ein stilles Zimmer gibt es im Schloss,” fuhr die Prinzessin fort in ihrer gläubigen Betonung,“Und deiner Andacht gemäß, wirst du dort wandeln können ohne Störung.Der Zauberer gab zur Antwort. “Schwerlich ist seinesgleichen auf der Welt je wieder zu entdecken und doch bedrückt mich, dass in diesem Saal noch etwas fehlt zur Vollendung.”“Was ist es?” Da erwiderte der Schuft: “Verzeihe, von der Kuppel müsste ein Eides Vogels Roch herunterhängen. Gewaltig groß ist dieser Roch und nistet bloß auf Spitzen von bergigen Bergeswänden.”Sie dankte für den Rat und führte die falsche Heilige, noch immer nichts ahnend, selber auf ihr Zimmer. 

Als Aladin von seinem Ritt heim kommt und ihr entgegen eilt, war sie so seltsam anders und schwermütig, dass er sie fragte nach dem Grund. Sie enthüllte ihm ihren Wunsch und er ging alsbald in sein Gemach und rieb sie Lampe. Nachdem der Geist hervor gekrochen, sprach er: “Ich befehle dir, zu finden uns für den Saal ein Ei des Vogels Roch. Bring es mir binnen von fünf Minuten!” Kaum war das Wort gesprochen, da fing der Geist schrecklich an zu dröhnen,wimmern und  stöhnen, dass ihm Hören und Sehen verging.

Zitternd sank der Geist zu Boden “Elender,” brüllte mit Gepolter der Riese, “spannst du mich zum Dank für meinen treuen Dienst auf die Folter und befiehlst, ich soll als Deckenschmuck für deinen Saal meinen eignen Vater dir opfern?

ENDE - offen -…wie ist Dein Vorschlag?

Roman Auszug

VII…Der Aufstieg   zur Königin                                                                                                                                                                             Die Japaner reden wohl noch, aber auch das hört sie nicht mehr. Sie sind einfach verblasst, etwas anderes ist an deren Stelle getreten. Aus einem OK - es kann ja nicht so schlimm sein - wird ein Einlassen, irgendetwas fängt an, durch sie hindurch zu strömen, ohne sich länger irgendwo aufzuhalten. Beendet ist vorerst der ewige Kampf um den richtigen Ort. Seit dem sie hier im Osten ist, reiste sie ständig von einem Ort zum anderen. Und endlich merkt sie - kein Einfluss stört wirklich, wenn sie ihn nicht beurteilt. Der Vorherrschende fängt sogar an, irgendwie witzig zu sein und erscheint nun ganz einmalig. Mia erlebt Realität direkt, reines Leben, weder erwünscht noch verabscheut. Dann schweift ihre Aufmerksamkeit wieder auf das Geschehen und schon ist es wieder da, bei ihr in der Hängematte, aber es ist nicht mehr fremd, keine Bedrohung geht mehr aus von dieser Realitätsebene, die die Menschen da draußen vorstellen. Soviel Freude wie in der höher vibrierenden, gerade eben geschauten Welt, geht von ihr allerdings längst nicht aus und so lässt sie die Menschen langsam wieder mit dem ‘OK’ verschwinden, mögen interessantere Aspekte ihrer selbst aus den Quellen der Ewigkeit empor sprudeln. Aspekte jenseits der geschäftigen Gedanken um Weihnachten und das bevorstehende Essen und Scherze über Dinge, die sich eben so eingebürgert haben. Ja, jenseits dieser Argumentation ist ihr Zuhause.                                                                                                                                         Bald wird Weihnachten sein und es hängen schon Geschenkpakete an den Palmen. Was das wohl soll, denkt sie, als sie zum Reaggy - Lokal wandert, abends an diesem ungewöhnlichen Tag, an dem die Vergeblichkeit irdischer Bemühungen so deutlich geworden war. Sie schlubbert durchs flache Wasser. Da liegt es schwarz in der Nacht und dröhnt jetzt noch lauter. Ist sie überhaupt irgendwo hingegangen, fragt sie sich? Angekommen auf jeden Fall nirgends, soviel steht schon mal fest. Schließlich schlich das Geschehen in der Reaggy - Kneipe letztes Jahr auch schon so seicht dahin, nur bunter war’s – zumindest äußerlich. Da waren noch jene Leuten, denen sie an dem Platz mit den vielen therapeutischen Gruppen begegnet ist, als sie alle rötlich-braune Roben trugen und verzaubert den Worten des Gurus mit dem langen grauen Bart, den braunen Kulleraugen und den prächtig anzusehenden Roben lauschten. Jene Leute wissen sich zu erfreuen am kosmischen Spiel,  so beweisen sie auch heute hier singend in der Reaggy - Kneipe. Der Fremde, der gegenüber sitzt und offensichtlich kein Therapierter ist, lässt mit seinen Worten immer wieder Augenblicke auferstehen, in denen er naiv eine Herausforderung bestanden hatte, über die er dann nachträglich lachen kann. Lachen über sich selbst, soviel Glück gehabt zu haben, mal wieder. Der verwegenen Hobbyfotographen gegenüber am Tisch, spricht von tausendundeiner Story, stets ganz von ihr eingenommen und verpasst dabei diesen Moment. Mia kostet ihn mit großen Augen aus. Im weiter hinten liegendem Teil der sichtbaren Welt, versilbert der Mond das ruhig sich schlängelnde Meer, dass da säuselt von der Ewigkeit, Märchen erzählt und dabei keinen Unterschied macht, ob gewichtig, mit Schicksalsschlag oder eher leichtverdaulich, von Feen besiedelt und dem Guten, das stets siegt. Aber das gehört ja nicht mehr der sichtbaren Welt an und führt hier vielleicht zu weit…(Co EOB) 

Demut

Und wenn ewig nur über Deine Klänge nah ich Dir wär’, 

sie würden mir die Ewigkeit erheitern und mich berauschen,  

erheben sogar, Dir zur Ehr’. Nie aber könnt’ ich Dich retten - vor den Furchen der Zeit,                                                  

nie Deiner so tief mich berührenden Seele im Gleichklang lauschen, 

stattdessen liebkosen mich Deine Klänge, wundervoll gewebt von einer Seele - ach so rein und weit  

Wie konnte sie mir entgehen einst, als sievor mir stand…sich ganz schenkend, über jeden Zweifel erhaben,

mit Preis und Lob nicht sparend, überwältigt war ich von dieser Pracht,  zu schön schien sie, um wahr zu sein.  

Kaum war dies gedacht, war das Grab auch schon geschaufelt für ein inzwischen unmögliches Glück, von dem nur überlebt ein schöner Schein.

Sehnsucht

Es war wohl ein Traum, weiß nicht in welcher Welt,

hüpfende und brennende Herzen gab es da

und nur Kinder, die waren nicht mehr ganz jung aber individuell

Träume gab es auch in diesem Traum – Augen leuchteten voller Güte,

und wir wussten, es sollte sein und es würde sein.

Es war so bestimmt und alles sprach dafür, die Sterne taten es,

die innere Stimme, die Gutgläubigkeit und die Sehnsucht auch.

Sie alle wussten, es würde kein Ende geben und mit

dem Jahresrhythmus tanzend würden wir einander

schleifen und hobeln und es würde Späne regnen 

und das Herz mehr als einmal brechen und trotzdem würde es

weiterschlagen, weiterglühen, würde Vergessen segnen

und der Segen würde im Hals stecken bleiben,

Du würdest rufen wollen und es doch leiber lassen…

 

Nur ein Flüstern kommt über meine Lippen in einer Vollmond Nacht

und auf einem Haar von mir reitet meine Sehnsucht nach Dir,

küsst Dich heimlich wie ein Dieb es erdacht

und Du weißt nicht, wie Dir geschieht

und warum Dich irgendetwas zieht,

Dich denken lässt an Momente…

längst vergangen, verblasst, FAST…

Seid Ihr Seelengefährten?

Viele Menschen, die ich treffe oder die mich konsultieren, suchen ihren Seelengefährten.

Aber was ist das eigentlich für einer? Gibt es den überhaupt wirklich?

Meinem Verständnis nach gibt es nicht nur einen vorher bestimmten Seelenpartner, sondern mehrere. Das Leben ist nicht so einfältig und bietet stets unendliche Vielfalt und unbegrenzte Möglichkeiten, jedenfalls für diejenigen, die sich mit ihrer Intuition verbinden und durch Herz zu sehen lernen.

Einen Seelenpartner erkennen Sie sofort. Es besteht von der ersten Begegnung an eine starke gegenseitige Anziehung. Intuitiv spüren Sie, dass sie auf vielen Ebenen miteinander kommunizieren, dass sie geistig, spirituell und auch körperlich verwandt sind.

Diese Menschen gehören zu Ihrer Seelenfamilie, sind also Verbündete und Gleichgesinnte für Sie, die Sie in ihrer Essenz kennen – auch aus Erfahrungen in denen wir reine Seelenessenz waren, körperlos.

Dabei muss dieser Seelenpartner nicht unbedingt ein Engel und Traumpartner sein und kann auch Schwächen haben, ja Sie können sogar einiges an ihm ziemlich unsympathisch finden und sich trotzdem sehr hingezogen fühlen oder gelegentlich und wie aus heiterem Himmel ein Mitgefühl empfinden, das sie in anderen Beziehungen so vielleicht noch nie erlebt haben. Manchmal reicht dazu sogar der Anblick seines/ihres Bildes.

Hier in unserer irdischen Erfahrung kann ein Seelengefährte alles Mögliche für Sie sein, nicht nur unbedingt der Partner, mit dem Sie für immer und ewig glücklich sind, bis das der Tod Euch scheidet. Er kann ihr Lebenspartner werden oder Ihr Geliebter, ein karmischer Lehrer oder eine kurzlebige Affäre sein - Sie haben jedenfalls von diesem Menschen eine spirituelle Lektion zu lernen oder durch ihn/sie eine besondere Stärke zu entwickeln.

Ein solches Gegenüber verbindet uns auf die eine oder andere Art und Weise mit unserer eigenen Seelenessenz und dafür taucht dieser Mensch manchmal auch nur ganz kurz auf oder ist bereits gebunden.

Sofort spüren sich Seelenpartner wie durch ein tiefes emotionales Band zueinander hingezogen und es fühlt sich an, als ob der andere das eigene wahre Wesen erweckt. Eine solche Verbindung fördert spirituelles Wachstum mit einer besonderen Intensität.

Und wegen dieser besonderen spirituellen Kraft, die sie verbindet, taucht ein Seelengefährte meist dann auf, wenn Sie sich in einer Lebensphase befinden, die irgendwie schwierig ist und Ihnen unangenehm.

Der Erfolg einer solchen Verbindung stellt sich nicht automatisch ein, sondern hängt davon ab, wie Sie beide damit umgehen und ob Sie es schaffen, immer wieder in einen überpersönlichen Rahmen einzutreten, der es ihnen ermöglicht, durch das Herz ‘zu sehen’ und zu sprechen, statt durch den begrenzten Verstand. Es ist ausschlaggebend, ob Sie trotz aller Widrigkeiten, durch die Sie beide getestet werden, immer das Beste an Ihrem Partner sehen können und sich dadurch immer wieder mit Ihrer Essenz verbinden. Nur so können Sie seine /ihre Seele erkennen und die gemeinsame Aufgabe, die sie zusammengeführt hat.

Wenn sie sich dagegen vom Alltag unterkriegen lassen, verlieren sie den Kontakt zu Ihrer inneren Stimme und egoistische Reaktionen drohen ihr sensibles Seelenheil kaputt zu machen.

Eine intakte Partnerschaft erinnert Sie an Ihre höchsten spirituellen Ziele, Ihr Partner hat ja denselben inneren Verwirklichungsdrang, wie Sie. Sie sind auf diese Welt gekommen, um bedingungslose Liebe zu erleben und Ihre eigenen Möglichkeiten zu entdecken und zu manifestieren.

Doch auch in Seelenbeziehungen kann es destruktive Tendenzen geben, die nur durch eine ehrliche Kommunikation gelöst werden können. Egal wie Ihre Partnerschaft gerade ausschaut, Seelenpartner können immer wieder zueinander finden, wenn beide wieder bereit sind, sich auf die positiven Seiten ihrer energetischen Beziehung zu fokussieren.

Finden wir gemeinsam heraus, ob Ihr Partner Ihr Seelenpartner ist: http://erste-onlineberatung.de/3.html

 

 

eine Krise in Glück umwandeln

Es ist für mich immer wieder erstaunlich, was Menschen alles ertragen, nur damit sie Ihre eingefahrenen Gleise nicht verlassen müssen. Die Angst vor Veränderung scheint eine der größten zu sein und auch jene Angst, die dann aufkommt, wenn die eigentlich eh sehr wackelige Sicherheit auf dem Spiel steht. Und ich kann mich davon leider noch nicht einmal völlig distanzieren. Bei mir sehe ich dies natürlich weniger deutlich und vor allem gern, wie bei meinen Klienten. Denen rate ich, sich von einem “Energievampier” zu trennen, gleichzeitig habe ich solche nicht vollständig aus meinem Umfeld entfernt.                                                                                                                                                                                                                                                                                      Andere schleppen sich jeden Tag in ein Büro, dessen Umfeld energetisch vergiftet ist.  Es ist immer das gleiche Prinzip – bei den anderen sehen wir relativ klar, wo was falsch läuft, bei uns selber ist das nicht ganz so einfach. Allein schon deshalb tauschen sich auch Berater gern mal untereinander aus.                                                                                                                                                                                                                                                                                     Wer auch immer wir sein mögen,  wir alle haben unsere guten Gründe, warum wir in einer Situation verharren. Manche dieser guten Gründe bestehen aus blockierten oder erschwerten Lebensumständen, die wir uns in einem langen, meist unbewussten Prozess so geschaffen haben und die wir nicht von heut auf morgen einfach umpusten können. Viel hängt daran, unter anderem auch Angehörige. Genauso oft aber finde ich “nur”  eine bestimmte oder unbestimmte Angst - vor Veränderung, vor dem Unbekannten, Arbeitslosigkeit, Mangel, Einsamkeit und natürlich davor, es einfach nicht zu schaffen. Dahinter steht dann die Angst als Versager dazustehen und von den Menschen verachtet zu sein. Hier kommt der Nutzen sogenannter ‚Krisen’ herein, wie zum Beispiel eine Trennung, ein Verlust und das Scheitern eines Projekts.                                                                                                                                                                               Manchmal ist es genau so ein Hammer, der uns anschreit: “irgendetwas stimmt hier nicht…warum passiert mir das?”.  Krisen lassen uns Fragen stellen und nach Antworten suchen, indem sie den Druck erhöhen, etwas in uns zu verändern. Sie lassen uns Bequemlichkeit und Sicherheitsdenken in Frage stellen und haben daher einen echt evolutionären Charakter nach dem Motto: ändere Dich oder es ist aus!                                                                                                       Ein Prozess der uns zu uns selber und dem eigentlich Wichtigen im Leben führt. Wir denken über  unser Leben wieder intensiver nach, so dass es durch und durch geht und nicht nur Hirnakrobatik bleibt und werden uns über unsere Prioritäten klarer.                                                                                                                                                                                                                                                                              Von Menschen, die in ihrem Leben durchgreifende Veränderungen erlebt haben, höre ich oft: “Und dann bin ich schwer krank geworden.  Jetzt erst  erkenne ich, dass es das Beste war, was mir passieren konnte.” Oder:  “Und dann hat mich mein Liebester sitzen lassen und das war schmerzlich. Aber dadurch war ich gezwungen, mein Leben neu zu organisieren und darüber bin ich im Nachhinein sehr froh, denn ich habe meine Berufung gefunden.”                                                                                                                                                                                                                                                                          Eine Krise ist  meistens ein Weckruf, dem wir gut lauschen sollten und die einmalige Chance nutzen, die er bietet.  Diffuse psychosomatische Krankheiten wie Migräne, starke Stimmungsschwankungen, Traurigkeit, das Gefühl von Sinnlosigkeit und nervige Verspannungen haben wir als erste Boten bisher lieber ignoriert, leider … sie waren die netten Signale darüber, dass etwas in unserem Leben im Ungleichgewicht ist.Ihre Symptome wurden zwar bekämpft, aber das half nichts. Es bringt  natürlich keine bleibende Veränderung, an den Symptomen herumzudoktern. Das will uns die Krise ganz klar und unvermeidbar zeigen.  Wie wäre es, mit einem ganz neuen Ansatz, wenn Sie sich irgendwann einmal wieder einer Krise gegenübersehen?                                                                                                                         

Nehmen Sie sie freudig an, wie einen alten lang vermissten Freund, dessen Gabe es ist, Sie in das Mysterium des Lebens einzuführen. Möglicherweise verwirrt oder ängstigt sie dieses Mysterium auf Anhieb. Es ist aber ihr guter alter Freund, der es Ihnen anvertraut. Vertrauen auch Sie ihm. Er ist ein Gesandter in besonderem, kosmischem Auftrag.                                                                                                                                                                                                                     Ihre Krise hat eine Berechtigung und kann dazu führen etwas Neues, Besseres in Ihrem Leben zu bewirken. Lassen Sie es ein, springen Sie über den inneren Schweinehund, der auf die Bremse drückt.Wir begeleiten Sie durch die Krise. http://erste-onlineberatung.de/2.html 

Wind

Wie aus dem Ei gepellt, dieser Morgen. Der Windgott fegt durch die Gemächer aller ihm lauschenden Sprößlinge von Mutter Erde. Ein den Weiten der Lüfte entspringender, durchsichtiger Klang aus Klarheit und Licht ist seine Melodie. Sein Hauch ist erquickliche Kraft, liebkosend. Er macht sie säuseln voller Anmut und rasseln zu Ehren ihres Klangfreundes, dem Ozean. Heute ist Gevatter Wind gar selbstlos eins mit seinen Brüdern, nimmt sie mit auf seine Reise, erfreut alle fühlenden Wesen in seiner dreifachen Gestalt. Der Sonnenbruder zaubert das Leuchten in die Gesichter der Blätter, öffnet die weißen und pinkfarbenen Blüten wärmenden Herzens.                                         

Und die Wasser des Himmels, der blaue Bruder, spülen hinweg den Staub der hochschwangeren Erde. Sie können nun tanzen, die vielen Kinder, sich sättigen am harmonischen Spiel der Weltmächte.                                              Manchmal erfinden sie eine göttliche Form für ihren Geliebten und offenbaren sie irgendwo im Geäst oder im Gestein zum ehrfürchtigen Erstaunen aller geöffneten Augen.                                                                                                                                                                         Was für ein Lehrmeister ist der Wind! Nie lässt er sich festhalten, nie bleibt er stecken, keine Schwere, federleicht fliegt er über die zahlreichen Phänomene und durch sie hindurch, macht sich in ihrer Wesensart hörbar. Da ist Heulen zu vernehmen, hier Quieken, da Knurren oder Drohen, auch auffordernde und verhallende Laute. Klatschen und Lachen, Posaunen, Zirpen und Geschnatter - manchmal erzählt er auch vom endlosen Meer mit seinen Düften aus Seealgen und Salz, silbrig und glitschig…

Manchmal reißt er alles mit sich hinweg, zerstört ohne Erbarmen, lässt nichts mehr übrig vom …immer wieder Haltlosen. (Liv A. Koll)

Shiva


Du bist es, der barmherzig jene erhört, die von ganzem Herzen,

doch ohne Gier nach dir verlangen -

der Vollender eines jedes Wunsches, ausgesprochen in Schmerz und Bangen.

Manifestierst dich vor jenen, die bereit sind zu empfangen,

bereit, sich dir hinzugeben, dein ewiges Licht zu erlangen,

jene, die Welten kreieren nach deiner Vision und in deiner göttlichen Form.

Tausendfach süßer erscheinst du mir, als das süßeste Phantom.

Getarnt trittst du auf, nimmst dich deiner Geliebten an, wenn ihre Zeit es verlangt,

lässt Anmut und Seeligkeit regnen, unerkannt

und an besonderen Orten - schweigen sie, entkoppelt von all den Worten,

wiederbelebt durch Segen - so stehen sie da, erstaunt und in Demut, dich zu

blicken, von dir zu kosten, verwegen…

Meer


Aufgewacht Leute, aufgepasst heute!

Ein Tag beginnt hier auf Erden…wie in Eden, nicht minder verheißungsvoll als ein Erdenjahr oder ein Jahrtausend.

Die Zeit zerrinnt nur für den, der sich nicht besinnt, dass wir zeitlos sind gar und wandeln im Kreise, wie die Erde auf der wir stehen und die Gestirne,

die donnernd sich drehen, Morgenröte herbeizaubernd - die Kraft freier Beweglichkeit. Auf zum Meer auf das es uns umarme, nicht mehr loslasse,

wir den Sonnenlauf beginnen, im Geiste des ewigen Schöpfers.